USA Reisebericht III:
Halloween, Beach und Ice Cream

Von Josephine Münn

 


Nach New York und den ersten Tagen in New Jersey hatten wir glücklicherweise noch über eine Woche vor uns liegen, in der wir viel erlebt haben. Durch die fehlenden öffentlichen Verkehrsmittel waren wir auf zahlreiche Autofahrten angewiesen. Es ging zur unüberschaubar riesigen Mall, dem Strand und dazugehörigen Boardwalk am wärmsten Tag, Grocery-Stores, Bowlinghalle und zum ice cream place (25 Minuten Fahrt!). Außerdem waren wir mit den meisten der deutschen und amerikanischen 11. Klässlern im Dorney (Freizeit-)Park. Weil es ziemlich kalt war, mussten wir bei den Rollercoastern kaum anstehen. Trotz der Kälte haben wir Softeis gegessen.
In unserer zweiten Woche an der Schule haben wir, wie die amerikanischen Schüler, IPads bekommen. In der Schule wird selten auf Papier geschrieben. Auffällig anders war, dass es eine Liste gibt, in die man sich einträgt, wenn man z.B. aufs Klo muss, dass die Türen vom Klassenzimmer von außen nicht aufgehen, man sich bei Verspätung zuerst im Sekretariat einen Zettel holen muss, die Klassenräume Video überwacht sind und man die Schule nicht verlassen darf. Letzteres ist mir vor Ort nicht aufgefallen und auch die Videoüberwachung hat mich nicht gestört. Nervig war allerdings der Feuer- sowie Evakuierungsalarm. Diese und weitere Notsituationen werden zweimal im Monat geübt. Am Freitag waren wir bei einem zweiten Footballspiel.
So langsam kam Halloween-Stimmung auf, vor allem durch das Shoppen in einem großen Halloween-Geschäft und weil wir in der Nacht vor Halloween “TPing” (Toilet papering) waren. Wie der Name ein bisschen verrät, wickelt man z.B Hauseingänge, Briefkästen, aber vor allem Bäume im Garten einer bestimmten Person mit Klopapier ein. An Halloween konnte man in der Schule bei ein paar Lehrern Trick or Treat machen. Richtig schön wurde es am Abend, als wir mit unserer üblichen Gruppe in Frenchtown unterwegs waren. Dort waren die Häuser faszinierend geschmückt, teilweise mit riesigen Spinnennetzen und aufblasbaren Spinnen. Man musste manchmal anstehen, um Süßigkeiten von den Leuten zu bekommen, die mit riesigen Behältern vor ihren Häusern saßen. Kostüme hatte jeder an und wir waren so ziemlich die einzigen Jugendlichen unter all den Kindern. Die meisten hatten dennoch mega Spaß.
Danach haben wir die letzte von zahlreichen unvergesslichen Basement Parties gefeiert. Um kurz etwas zu den Basements zu sagen: die meisten haben ihren Keller ausgebaut mit Couches, Fernsehern, Tischkicker, PingPong-Platten und so weiter.
Am nächsten Tag war um 7 Uhr morgens Abreise angesagt. Es war mehr als traurig, vor allem als die Gastmütter uns allen ebenfalls unter Tränen gesagt haben, dass sie uns vermissen werden. Es haben sich viele Freundschaften geschlossen, was den Abschied erschwerte. Mit dem Bus in New York angekommen, hatten wir noch ca. 4 Stunden Freizeit, die einige genutzt haben um die Highline, eine ehemalige überirdische Subway-Strecke, die nun eine Grünanlage ist, zu besichtigen. Danach kam der lange Weg zum Flughafen. Nach ein bisschen Umpacken wegen des Gewichtszuschuss der amerikanischen Errungenschaften, saßen dann alle im Flugzeug. Ab dem Start um ca. 20 Uhr haben wir fast durchgehend geschlafen. Nur zum Essen waren wir selbstverständlich wach. Nach nur 7 Stunden Flugzeit sind wir in Zürich gelandet. Um kurz nach 11 kam der Bus an der Staudinger Schule an, wo einige Eltern und Freunde uns zurück willkommen haben.