Sport-Profil

Wahlfach Sport und Profilfach Sport

Informationen und Erläuterungen für Eltern, Schülerinnen und Schüler

Konzept

Wahlfach Sport und Profilfach Sport

Informationen und Erläuterungen für Eltern, Schülerinnen und Schüler

An der Staudinger Gesamtschule wird das Pflichtfach Sport von Klasse 5 bis Klasse 8 dreistündig pro Woche unterrichtet. In Klasse 9 und 10 umfasst das Pflichtfach Sport 2 Wochenstunden.

Klasse 5 und 6:

Von Klasse 5 bis Klasse 8 gibt es an der Staudinger Gesamtschule die Möglichkeit das Wahlfach Sport zu besuchen. Dies ist eine zusätzliche Sportstunde pro Woche und ein Angebot für besonders sportbegabte Kinder, die Freude an vielfältiger und sportlicher Bewegung haben.

Entscheidend für die Zulassung für das Wahlfach Sport in Klasse 5 und in Klasse 6 ist ein Eingangstest. Bei diesem Test werden die Bereiche Koordination, Kondition und die Spielfähigkeit überprüft. Außerdem muss das Jugendschwimmabzeichen (DLRG) in Bronze vorgelegt werden. Die Teilnahme an dem Wahlfach Sport ist für die Dauer von 2 Jahren (Klasse 5 und Klasse 6) verbindlich.

schnelligkeitausdauerlauf

Klasse 7 und 8:

Vor Eintritt in Klasse 7 kann erneut gewählt werden. Entscheidend für die Zulassung für das Wahlfach Sport in Klasse 7 und in Klasse 8 sind die in Klasse 5 und in Klasse 6 gezeigten Leistungen im Fach Sport. Maßgebende Aufnahmekriterien sind die Note, die Leistungsbereitschaft, die Sporttauglichkeit und das soziale Verhalten. Die Teilnahme an dem Wahlfach Sport ist auch hier für 2 Jahre (Klasse 7 und Klasse 8) verbindlich.

Klasse 9 und 10:

Vor Eintritt in Klasse 9 kann wiederum gewählt werden. Hier gibt es folgende Möglichkeiten:

E-Niveau: Zusätzlich zu den 2 Pflichtstunden Sport kann das 4-stündige Profilfach Sport gewählt werden.

M-Niveau: Zusätzlich zu den 2 Pflichtstunden Sport kann das 2-stündige Profilfach Sport gewählt werden.

G-Niveau: Keine Profilfach Sport Auswahl möglich

Generell gibt es an der Staudinger Gesamtschule vielfältige Möglichkeiten an Sport AG´s teilzunehmen. Somit haben auch Kinder, die nicht in das Wahlfach Sport bzw. Profilfach Sport aufgenommen wurden, zahlreiche Möglichkeiten ihren sportlichen Interessen nachzugehen.

Sport AG der J1 zeigte organisatorisches Talent

Eingangstest Sportprofil

Am Montag, den 25. April 2016 war es wieder soweit. Wie jedes Jahr trafen sich die am Sportprofil in Klasse 5 interessierten Schüler und Schülerinnen zum Sportprofileingangstest an der Staudinger Gesamtschule. Der Sportvorsitzende Herr Strohmeier und die Sport AG der J1 konnten 46 SchülerInnen begrüßen. Bei dem Test handelt es sich um einen standardisierten Test, welcher die allgemeinen konditionellen und koordinativen Fähigkeiten überprüft. Im Speziellen wurden die zukünftigen Staudinger SchülerInnen im Medizinballwurf, Stangenklettern, Dreierhopp, einem Schnelligkeitstest und einem Dribblingparcour geprüft. Der abschließende  800m Lauf für die Mädchen und der 1000m Lauf für die Jungen musste aufgrund der schlechten Witterung ausfallen. Außerdem mussten alle Bewerber und Bewerberinnen ein Schwimmabzeichen in Bronze vorlegen. Nun warten die Schüler/innen und ihre Eltern sicherlich gespannt auf das Ergebnis und die Nachricht, ob es wohl zur Aufnahme in die Sportprofilgruppe gereicht hat.

Jugend trainiert für Olympia Ringerturnier

Am Dienstag, den 03. Mai fand am Olympiastützpunkt das „Jugend trainiert für Olympia Ringerturnier“ statt. Traditionell unterstützt die Staudinger Gesamtschule den Olympiastützpunkt Freiburg/Schwarzwald bei der Durchführung dieses Wettkampfes. In diesem Jahr waren die Schüler und Schülerinnen der J1 Sport AG im Einsatz. Außerdem versorgte die Mensa der Staudinger Gesamtschule alle Teilnehmer, Betreuer und Eltern mit einem reichhaltigen Angebot an Speisen und Getränken.

Ein besonderes Dankeschön gilt den Schülern und Schülerinnen der J1 Sport AG.  Mit großem Engagement sorgten sie bei beiden Veranstaltungen für einen reibungslosen Ablauf.

Bericht & Fotos: © Ralf Strohmeier

Förderung von Kraft und Gleichgewicht

im Schulsport des Profilfaches Sport der 11. Klasse: Ergebnisse einer wissenschaftlichen Untersuchung

Die Studie war ein Kooperationsprojekt zwischen dem Institut für Sport und Sportwissenschaften der Universität Basel (ISSW Basel), dem Institut für Sport und Sportwissenschaft der Universität Freiburg (IfSS Freiburg), der Staudinger Gesamtschule und dem Olympiastützpunkt Freiburg. Untersucht wurden die Auswirkungen eines im Schulsport durchgeführten Schnellkrafttrainings mit Jugendlichen auf die Beinkraft und das Gleichgewicht. Dabei wurde auch auf die Fragestellung der Nachhaltigkeit der Trainingseffekte eingegangen. Die drei Messungen fanden unter Leitung von Dr. Urs Granacher (ISSW Basel) und Britta Dörflinger (IfSS Freiburg) im Biomechaniklabor des IfSS Freiburg im Olympiastützpunkt Freiburg statt.
Es handelte sich hierbei um die erste Krafttrainingsstudie an Kraftmaschinen, die im Rahmen des Schulsports in Deutschland durchgeführt wurde.

Hintergrund dieser Untersuchung ist die Tatsache, dass sich die körperliche Aktivität deutscher Kinder und Jugendlichen während der letzten 20 Jahre erheblich verringerte und dies mit einer deutlichen Verschlechterung der motorischen Leistungsfähigkeit einherging (Bös, 2003). Eine Möglichkeit, um diesen Defiziten vorzubeugen beziehungsweise sie zu beheben, stellt der Schulsport dar, da über die Schule ein großer Anteil von Kindern und Jugendlichen unabhängig von ihrem sozialen Hintergrund erreicht werden können.

einbeinige Standstabilität

Methodik

An der Studie nahmen 33 Schüler der elften Klassen der Staudinger Gesamtschule in Freiburg teil. Die Interventionsgruppe (Trainingsgruppe) bestand aus 16 Schülern und Schülerinnen des Sportprofils. Als Kontrollgruppe dienten 17 SchülerInnen des Pflichtsports. Mit der Interventionsgruppe wurde ein achtwöchiges Schnellkrafttraining im Rahmen des Schulsports durchgeführt. Die Schüler trainierten an Kraftmaschinen und mit freien Gewichten (z.B. Langhantelstange) unter Aufsicht von geschultem Personal. Vor (Prä-Messung) und nach (Post-Messung) der Trainingsphase sowie nach einer siebenwöchigen Trainingspause (Follow-up- Messung) durchliefen alle Probanden eine Messreihe bestehend aus vier Testverfahren. Es wurden die Maximal- und Schnellkraft der Beinstrecker in einer Beinpresse und die maximale Sprunghöhe beim Vollzug eines Hoch-Tief-Hoch Sprunges mittels Kraftmessplatten erfasst. Zusätzlich wurde das Gleichgewicht im Einbeinstand auf einer Gleichgewichtsplatte und während der Kompensation eines Gleichgewichtstörenden Störreizes ermittelt.

Ergebnisse

Die Trainingsgruppe zeigte im Vergleich zur Kontrollgruppe statistisch signifikante Verbesserungen bezüglich der Maximalkraft der Beinstrecker und der Sprunghöhe im Hoch-Tief-Hoch Sprung nach dem Training. Die Maximalkraft der Interventionsgruppe war auch sieben Wochen nach Trainingsende noch signifikant höher als zu Beginn des Trainings. Die Explosivkraft der Trainingsgruppe sowie verschiedene Parameter der Gleichgewichtsanalyse zeigten Tendenzen jedoch keine statistisch signifikanten Verbesserungen auf.

Schlussfolgerung

Die vorliegenden Ergebnisse zeigen, dass durch ein im Schulsport durchgeführtes Schnellkrafttraining mit Jugendlichen die Maximalkraft der Beinstrecker und die Sprunghöhe im Hoch-Tief-Hoch Sprung gesteigert werden können. Weiterhin wurden nach Beendigung des Trainings überdauernde Effekte der Maximalkraft ermittelt. Die erzielten Effekte könnten dazu beitragen, die Leistung der Schüler/Schülerinnen in verschiedenen sportlichen Disziplinen zu verbessern. Der Einbezug einer solchen Trainingsmaßnahme in den Schulsport erscheint daher vor dem Hintergrund einer sich stetig verschlechternden motorischen Leistungsfähigkeit deutscher Kinder und Jugendliche eine sinnvolle Maßnahme zu sein.

beinkraft

Ein besonderer Dank gilt allen Schülern und Schülerinnen für ihr tolles Engagement während den Trainings- und Untersuchungsterminen. Die Sportprofilschüler hatten im Verlauf dieser Studie einen sehr guten Einblick in die sportwissenschaftlichen Arbeitsmethoden und somit gute Grundlagenkenntnisse im Hinblick auf das Sportabitur erlangt.
Dr. U. Granacher, B. Dörflinger, R. Strohmeier

Literatur

1. Bös K: Motorische Leistungsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen. In: Schmidt W, Hartmann-Tews I, Brettschneider WD, eds. Erster Deutscher Kinder- und Jugendsportbericht. Schorndorf: Hofmann Verlag (2003). pp 85-109.

Bild oben: Messung der einbeinigen Standstabilität
Bild unten: Isometrische Maximalkontraktion am Beinkraftmessgerät