Schulsozialarbeit

Schulsozialarbeit an der Staudinger Gesamtschule

Die Schulsozialarbeit an der Staudinger Gesamtschule bildet die zweite Säule der pädagogischen Arbeit der Schule. Träger der Schulsozialarbeit sind das DRK Freiburg und die Stadt Freiburg.
Die Sozialpädagogische Beratung an der Staudinger Gesamtschule orientiert sich an den Prinzipien der lösungsorientierten Beratung und an der systemischen Grundhaltung und ist für Jede_n, der am Schulleben beteiligt ist, zugänglich.

Hier wollen wir uns einmal gemeinsam vorstellen:

Jan Kinzel

Sozialarbeiter (B.A.); Fachwirt für Organisation und Führung – Sozialwesen; Erzieher; Systemische Berater:innenausbildung (DGSF); Sexualprävention

Mail: jan.kinzel@stadt.freiburg.de

Tel.: 0761 – 201 – 7718 (AB)

Bürozeiten: Montag bis Freitag

Arbeitsschwerpunkte:

  • Beratung von Schüler:innen, Lehrer:innen und Eltern
  • Bedarfsorientierte Arbeit mit Gruppen und Klassen
  • Intervention bei Krisensituationen
  • Offene Sprechzeiten in den Pausen
  • Mitarbeit bei der Organisation des Ganztagsbetriebs
  • Mitarbeit in schulinternen Fachgruppen (FK Treffpunkt Ganztag; Arbeitskreis Schulentwicklung; Koordinationsgruppe Ganztag)
  • (Corona bedingt habe ich keine weiteren Arbeitsbereiche)

Seit dem 01.11.2020 arbeite ich als Schulsozialarbeiter in der Staudinger Gesamtschule. Mein Studium der Sozialen Arbeit, habe ich im Februar 2020 an der Evangelischen Hochschule in Freiburg beendet. Während des Studiums und davor (insgesamt 7 Jahre lang), arbeitete ich als Erzieher in einer Kindertagesstätte im Stadtteil – Stühlinger. Als ehemaliger Schüler der Staudinger Gesamtschule kenne ich die Schule in ihren Grundzügen und freue mich, dass ich nun die Möglichkeit habe hier zu arbeiten. Trotz, oder genau wegen meiner eigenen schulischen Erfahrung an der Staudinger, kann ich manche Themen der Kinder und Jugendlichen den Schulalltag betreffend anders nachvollziehen. Neben der täglichen Arbeit, habe ich im November 2020 die 3,5 jährige Ausbildung zum systemischen Berater (nach DGSF bei TANDEM) begonnen. Zusätzlich arbeite ich, seit mehr als 15 Jahren, ehrenamtlich in der Sexualprävention der Aids-Hilfe Freiburg e.V. und bin dort zudem bei wiederkehrenden Testabenden als Berater tätig.

Ich freue mich sehr euch Schüler:innen, Lehrer:innen und Eltern kennen zu lernen. Bei Fragen und Anliegen könnt ihr euch bei mir melden. Nehmt einfach Kontakt per Telefon, Mail, Moodle oder Discord auf.

Michael Sklenak

Sozialarbeiter(B.A.) Erlebnispädagoge, Sexualpädagoge, Kunstpädagoge, Zweiradmechaniker

Email: michael.sklenak@drk-freiburg.de

Tel. 0761/201-7000
Mobil: 0152/04 44 58 42

Sprechzeiten: Montag bis Freitag, 8:00 bis 15:00

Arbeitsschwerpunkte:

  • Betreuung und Leitung von Werkspielplatz und Werkspielhaus
  • Bedarfsorientierte Arbeit mit Gruppen und Klassen
  • Intervention in Krisensituationen
  • Offene Sprechzeiten in den Pausen
  • Beratung für Schüler*innen, Lehrer*innen und Eltern
  • Mitarbeit in der Organisation des Ganztagsbetriebs
  • Mitarbeit in schulinternen Fachgruppen (FK Treffpunkt Ganztag/FK Schulentwicklung/Koordinationsgruppe Ganztag)

Ich habe zu dem 01.09.2020 an der Staudinger Gesamtschule als Schulsozialarbeiter angefangen. Mein Studium absolvierte ich an der Evangelischen Hochschule in Freiburg, wo ich nebenbei als Erlebnispädagoge und Sexualpädagoge, in den Bereich Aufklärung und Prävention bei unterschiedlichen Trägenin Freiburg und selbstständig gearbeitet habe.

2014 habe ich zudem in Münster die Gesellprüfung als Zweiradmechaniker (Fachrichtung Fahrradtechnik) bestanden, worauf hin ich dann nach Freiburg gezogen bin.

Ich freue mich sehr, nun Teil des Sozialarbeiter-Teams an der Staudinger Gesamtschule zu sein und das Schulleben dieser „Schule der besonderen Art“ mitgestalten zu dürfen.

Grenzen setzen- Beziehung stärken

Zu diesem Vortrag laden wir Sie herzlich ein am:

Dienstag, 26.11.19, 19.30 Uhr

Staudinger-Gesamtschule, Mensa

Der Vortrag ist kostenfrei. In Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Suchtprävention (Elternbeirat, Schulleitung, Schulsozialarbeit) der Staudinger-Gesamtschule.

An diesem Abend wollen wir uns gemeinsam austauschen und auseinandersetzen mit den Grundfragen gendersensibler Pädagogik.Die Teilnehmenden sollen dabei Sicherheit gewinnen bei Fragen wie:Was bedeutet für mich Erziehung?Wie kann man Jungs anregen, ihre Möglichkeiten zu nutzen?Wie kann man Jungs motivieren, sich in Schule und Familie einzubringen?Welche Methoden bieten sich an, um Zusammenarbeit zu ermöglichen und dabei auch Grenzen zu setzen?

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Vortrag „Selbstverletzung/
Ritzen – wie können Eltern damit umgehen?“ von Charlotte Gareis

„Selbstverletzung ist ein hochwirksames Medikament gegen Hochstress“

Mit diesem Zitat des Psychologen Ulrich Sachsse erklärt die Referentin des Vortrags „Selbstverletzung/Ritzen – wie können Eltern damit umgehen?“  vom Frauen- und Mädchen Gesundheitszentrum, warum auch nach ihren Erfahrungen in der Beratung von Mädchen das Phänomen Selbstverletzung in den letzten Jahren immer mehr Bedeutung erlangt.

Die Heidelberger Schulstudie aus dem Jahr 2013 weist aus, dass dreißig Prozent der Jugendlichen sich bereits einmal selbst Verletzungen zugefügt haben. Damit ist das Thema eigentlich in jeder Schulklasse präsent. Fünf Prozent verletzen sich regelmäßig mindestens vier Mal pro Monat.

Unter den unterschiedlichen Formen des Selbstverletzenden Verhaltens ist das Ritzen mit Abstand am häufigsten. Es ist immer ein Ausdruck innerer Konflikte; dieser innere Schmerz wird in einen äußerlichen, erfahrbaren umgewandelt. Da die damit einsetzende Erleichterung, das Sich-Selbst-Fühlen, nur kurze Zeit anhalten, wird selbstverletzendes Verhalten schnell chronisch. Die einsetzenden Schuld- und Schamgefühle führen in eine Abwärtsspirale, in einen Teufelskreis.

Dass dieses Verhalten zumeist in der Pubertät auftritt überrascht nicht: sie ist eine anstrengende und  risikoreiche Phase im Leben und geht mit erhöhter Risikobereitschaft einher; aber auch mit hormonellen Veränderungen und daraus resultierenden Stimmungsschwankungen. Das Repertoire der Jugendlichen, wie man mit schwierigen Situationen umgehen kann, ist zugleich aber noch begrenzt. Belastungen durch die Peer-Group oder schwierige Familienverhältnisse können sich dann in solch selbstverletzendem Verhalten entladen.

Für Eltern geht es erst einmal darum, das Ritzen überhaupt zu bemerken: die jungen Mädchen verstecken die Schnitte häufig unter langer Kleidung, gehen nicht ins Schwimmbad. Wenn der Verdacht besteht, empfiehlt die Sozialpädagogin und systemische Beraterin Charlotte Gareis diesen offen anzusprechen und eine mitfühlende, nicht bestrafende Haltung einzunehmen. In jedem Fall muss das Verhalten ernst genommen werden. Die Eltern können Gesprächspartner sein und müssen Hilfe aufbauen. Dies kann durch Beratung geschehen oder eine Therapie kann angestrebt werden; auch das Jugendamt kann Hilfestellung leisten. Dabei ist es wichtig, die Autonomie der Jugendlichen zu beachten, sie einzubeziehen.

Ihnen das Ritzen „ausreden“ zu wollen hilft nicht; es muss erst ein anderes Ventil gefunden werden für ihre Probleme.

Vorwürfe und eigene Schuldgefühle helfen ebenfalls nicht weiter und schaden sogar, ebenso wie Kontrollen, Verbote oder dem Versuch den Jugendlichen das Versprechen abzunehmen, sich nicht mehr selbst zu verletzen. All das sollte daher unterbleiben.

Für die anwesenden Eltern gab es die Möglichkeit während des Vortrags Fragen zu stellen, was auch rege genutzt wurde. Über die Hintergründe von selbstverletzendem Verhalten und sinnvolle Reaktionen darauf mehr zu erfahren gibt Sicherheit; aber der Abend macht auch deutlich, dass dieses Thema für die betroffenen Eltern und Jugendlichen eine große Herausforderung bleibt und dass Hilfe von außen nötig ist. Erste Ansprechpartner können da übrigens auch die Schulsozialpädagog*innen sein.

Herzlichen Dank an den AK Suchtprävention für die Organisation des Abends, an die VHS Freiburg für die Finanzierung und an die Klasse 9d für die Bewirtung mit (natürlich alkoholfreien) Caipirinhas!

Text & Fotos: Natalie Gros

Schulsozialarbeit

Was ist Schulsozialarbeit?

• Schulsozialarbeit ist Jugendsozialarbeit an Schulen.
• Sie fördert die Schülerinnen und Schüler in ihrer gesamten persönlichen und sozialen Entwicklung.
• Sie trägt zu einem gelingenden Bildungsprozess bei.
• Sie trägt sozialpädagogische Kompetenzen in die Schule hinein.
• Sie gestaltet als Teil der Schulgemeinschaft den Lebensraum Schule mit

Für wen ist Schulsozialarbeit?

• Für Schülerinnen und Schüler bei privaten oder schulischen Fragen und Problemen.
• Für Klassen oder Gruppen bei Themen, die ihnen wichtig sind, zur Umsetzung von Ideen oder bei Konflikten.
• Für Lehrerinnen und Lehrer und die Schulleitung bei schulischen und pädagogischen Fragen.
• Für Eltern bei Erziehungsfragen, bei Kontakten zur Schule und bei der Mitgestaltung des Lebensraums Schule

Welche Angebote gibt es?

• Einzelfallhilfe, Beratung und Krisenintervention
• Sozialpädagogische Gruppenarbeit
• Projekte zu verschiedenen Themen, je nach Bedarf
• Elternarbeit und Förderung der Elternmitwirkung
• Mitarbeit bei der Schulentwicklung
• Vernetzung der Schule mit dem Stadtteil
• Kooperation mit außerschulischen Partnerinnen und Partnern.

Grundsätze von Schulsozialarbeit

• Sie behandelt ihr anvertraute Themen vertraulich und unterliegt der Schweigepflicht.
• Ihre Angebote sind freiwillig.
• Sie arbeitet präventiv.
• Sie arbeitet eng und partnerschaftlich mit der Schule und den Eltern zusammen.
• Sie setzt an den Fähigkeiten und Stärken der Kinder und Jugendlichen an.
• Sie bezieht Kinder und Jugendliche in Entscheidungsprozesse ein und bestärkt sie darin, ihre Anliegen einzubringen

Qualitätsstandards der Schulsozialarbeit in Freiburg

Nele Dürr

Dipl. Sozialpädagogin, systemische Beraterin (DGsP)



Email: nele.duerr@stadt.freiburg.de

Tel: 0761-201-7707 (AB)

Bürozeiten: Montags bis Freitags

Arbeitsschwerpunkte:

  • Mädchen
  • Streitschlichter-AG
  • Bedarfsorientierte Arbeit mit Gruppen und Klassen
  • Intervention in Krisensituationen
  • Beratung für Schüler_innen, Lehrer_innen und Eltern
  • Offene Sprechzeiten in den Pausen
  • Mitarbeit bei der Organisation des Ganztagsbetriebs
  • Mitarbeit in schulinternen Fachgruppen (FK Treffpunkt Ganztag, FK Schulentwicklung, Koordinationsgruppe Ganztag)

Ich bin seit November 2016 als Schulsozialarbeiterin an der Staudinger Gesamtschule tätig. Nach meinem Studium war ich zunächst knapp zwei Jahre bei einer Jugendhilfe-Einrichtung tätig und habe dort eine Wohngruppe für Mädchen betreut. Danach habe ich für drei Jahre die Schulsozialarbeit an einer Grund- und Hauptschule in Waldshut-Tiengen aufgebaut, bis meine Tochter geboren wurde und ich in Elternzeit ging. Fünf Jahre und zwei Kinder später habe ich für knapp zwei Jahre als Schulsozialarbeiterin am Albert-Schweitzer-Gymnasium Gundelfingen gearbeitet und habe von dort aus an die Staudinger Gesamtschule gewechselt. Neben allem anderen her habe ich im Sommer 2016 meine berufsbegleitende Weiterbildung zur systemischen Beraterin (DGsP) abgeschlossen.
Ich stehe gerne für alle Anliegen und Fragen zur Verfügung!