Sanierung

Projekt „Gesundes Wohnen“-
Was hat das mit der Staudinger Schule zu tun?

Schimmelpilze – Feinstaub – Kohlendioxid – Passivhochhaus – Sozialarbeit -Holz als Baumaterial

Das sind nur einige Stichworte aus dem Projekt: Gesundes Wohnen, an welchem die BE (Besondere Eingangsklasse 11) zusammen mit ihrer Klassenlehrerin teilgenommen hat.

Folgende Projektpartner waren dabei:

  •  Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene der Universitätsklinik Freiburg (Fr. Dr. Groß und H. Schuster)
  •  Energiesparfüchse, Stadtteilbüro Weingarten (Fr. Werb)
  • Zimmerei Grünspecht
  • Stadt Freiburg (Unterstützung)

Am 25. 11. hatten wir Besuch in unserem Klassenraum. Während uns Frau Groß umfassend über verschiedene Aspekte einer gesunden Wohnkultur informierte, liefen parallel dazu verschiedene Messungen zur aktuellen Raumluft im Klassenzimmer der BE (SII Trakt), die Herr Schuster dann mit uns auswertete. Ein für uns alle wichtiges Ergebnis: Die Luft war gar nicht so schlecht, der Feinstaubgehalt mittlerer und kleinster Stäube war völlig normal!

Sensibilisiert wurden wir vor allem fürs Lüften: Die aktuellen Messungen zeigten nach rund 60 Minuten einen deutlichen Anstieg der CO2 Konzentration, der wissenschaftlich bereits mit Konzentrationsschwäche und Müdigkeit in Zusammenhang gebracht wird. Also: Regelmäßig Fenster öffnen ist auch während einer Doppelstunde sinnvoll!

Am 2.12. besuchten wir die Zimmerei Grünspecht und das Umweltinstitut vor Ort und informierten uns über ihre Arbeit und die spezielle Gebäudeausstattung des Instituts.

Wer jetzt neugierig geworden ist und mehr dazu wissen will, den verweise ich auf die nächste Argus Ausgabe!

S. Müller-Quernheim

Text und Fotos: S. Müller-Quernheim

Auf 1000 PS sitzen

Die wenigsten Schülerinnen und Schüler, die auf die Mittelstufen-Toilette gehen, werden vermuten, dass sich exakt unter ihnen das neue 1000-PS-Blockheizkraftwerk der Badenova befindet. Es wird nach seiner Fertigstellung neben der Staudinger-Gesamtschule die Feuerwehr sowie ein Neubaugebiet an der Haslacherstraße mit Warmwasser und Heizungswärme versorgen. Neben der Abwärme wird über einen Generator Strom produziert. Das gasbetriebene Kraftwerk wird nach seinem Start kontinuierlich laufen und damit den Wärme-Grundbedarf decken. Im Prinzip stellt es einen sehr großen, langsam laufenden Lastwagenmotor dar, er ist besonders auf Laufleistung optimiert und kostet etwa eine halbe Million Euro.

Ohne Einbau wohlbemerkt und der findet seit einigen Monaten statt, nachdem eine Spezialfirma das Blockheizkraftwerk mit eigens montierten Kränen an seinen Platz unter der Schülertoilette und dem Lehrerzimmer bugsiert hatte. Dort arbeiten bereits zwei neue Gasheizkessel für den erhöhten Wärmebedarf sowie ein Ölbrenner. Er soll in besonders kalten Phasen benutzt werden, damit die Gasabnahme im günstigeren Tarif bleibt. Die Wärme wurde im letzten Winter durch mobile Anlagen in einem Container und auf einem Anhänger bereitgestellt. Zu adäquaten Hardrock-Klängen schweißte der Installateur während unseres Besuchs spezielle Verbindungsstücke für das Blockheizkraftwerk, dessen Anschlüsse noch im Leeren enden. Die Garnison isolierter Rohre ist jedoch auch jetzt bereits imposant. Im fertigen Zustand – das soll kurz nach den Sommerferien sein – werde die Anlage völlig gekapselt und einen Stock darüber nicht mehr zu hören sein. – Die Lehrerinnen und Lehrer der Mittelstufe hoffen auch, dass dann die Wärmebelastung der über dem Heizraum liegenden Räume entfällt.

Lange Leitung

blockheitzkraftwerk
Seit den Sommerferien wird rund um das gesamte Schulgebäude gebuddelt, zeitweise kam man an den Haupteingang gar nicht mehr heran. Die Schule war von Gräben und Baustellen-Gittern umzingelt ,der Eingang zur Studienstufe ist immer noch beschwerlich, vor dem Mittelstufen-Lehrerzimmer wird eifrig wie lautstark gebaggert.

Grund dafür ist eine Umstrukturierung der Heizung: Bislang erhielt die Staudi ihre Grundlast-Wärme vom Blockheizkraftwerk des Haslacher Hallenbades, dazu gab es einen Gasbrenner, der in manchen Wintern durch einen Ölbrenner ersetzt wurde. Was der Fall war, wenn die Stadt drohte, durch eine zu hohe Gasabnahme in einen teureren Kontingentpreis zu rutschen.

Die beiden Brenner wurden mittlerweile entfernt, in ein paar Wochen soll ein neues Blockheizkraftwerk in die Heizzentrale unter der Mittelstufe eingebaut werden. Es wird einem sehr großen Lastwagen- oder einem sehr kleinen Schiffsmotor entsprechen und mit Gas betrieben. Es beheizt dann nicht nur die Schule, sondern auch die Feuerwehr mit der neuen Rettungsleitstelle sowie das Neubaugebiet an der Haslacher Straße.

Zwei Boiler in den Sporthallen werden ebenfalls von dort erwärmt. Die Fernwärmeleitungen sind derzeit als Baustelle sichtbar. Außerdem wird der Motor 600 kW Strom produzieren. Laut den Berechnungen soll man ein Stockwerk darüber später nichts von der Maschine hören.

vorher – nachher

Die Badische Zeitung schreibt heute einen Artikel darüber und so wenden wir uns auch kurz dem Thema zu. Unsere Schultoiletten im Bereich der Mittelstufe wurden saniert und strahlen jetzt in Brasilgelb, Weiß und einem hübschen Steingrau.

Eine Zeitlang standen noch ernst blickende Fachleute in den Räumen, aber jetzt gehören die sanierten Räume den Schülerinnen und Schülern und den Lehrerinnen und Lehrern, die alle froh über diese neuen Standards des Gebäudemanagements der Stadt sind.
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