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Ja oder Nein zu Dietenbach?

Braucht Freiburg einen neuen Stadtteil für 15 000 Menschen? Mit dieser Frage setzte sich die Klasse 10g am 19. Februar im Rahmen des Gemeinschaftskundeunterrichts von Frau Kratzeisen auseinander.

Unter Leitung von Sabeth Vater und Friedrich Trautmann von der Landeszentrale für Politische Bildung wurde zunächst die Faktenlage geklärt:

Wo liegt Dietenbach überhaupt? (zwischen dem Stadtteil Rieselfeld, der Besançonallee, dem Zubringer Mitte und der Zufahrtsstraße zum Mundenhof)

Was soll dort entstehen? (ein lebenswerter Stadtteil mit rund 6.500 Wohnungen, 50 % davon geförderte Mietwohnungen)

Warum sind manche dafür? (extreme Wohnungsknappheit in Freiburg, kaum bezahlbarer Wohnraum)

Warum andere dagegen? (Natur- und Klimaschutz, Verlust landwirtschaftlicher Flächen)

Warum gibt es einen Bürgerentscheid? (weil die Gegner genügend Stimmen sammeln konnten und die 20 % Quote erfüllt wurde)

Mit Hilfe von Infokarten schlüpften die Schülerinnen und Schüler anschließend in unterschiedliche Rollen für die Podiumsdiskussion. Gemeinderatsmitglieder, Umweltschützer, Vertretern der Bürgerinitiative „Rettet Dietenbach“ und Stadtverwalter trafen dort aufeinander und lieferten sich einen leidenschaftlichen Schlagabtausch,  moderiert von zwei Zehntklässlern, die in die Rolle von BZ-Redakteuren schlüpften.

In der Diskussion zeigte sich, dass beide Lager nachvollziehbare Argumente haben. In der 10g waren bei der Probeabstimmung nach der Podiumsdiskussion dennoch zwei Drittel klar für die Bebauung des Dietenbachgeländes. Die simulierte Abstimmung der Jugendlichen an der Staudinger-Gesamtschule spiegelt somit den Ausgang des „echten“ Bürgerentscheids am 24. Februar. Fünf Tage nach dem Gemeinschaftskundeunterricht durfte dort die Hälfte der Zehntklässler zum ersten Mal mit abstimmen und das Wahlrecht ab 16 ausüben.

Text: Catherine Pasdar

Foto: Anna Kratzeisen

Die Gesamtschule ist zurück

Wie viele Stunden Individuelles Lernen gibt es in den neuen fünften Klassen der Staudinger-Gesamtschule? Was bedeutet Individuelles Lernen? Wie arbeiten Schüler in kooperativen Lernformen? Was ist eine Drei-Stern-Aufgabe? Und was ist ein Jahrgangshaus? Simone Höhl, Redakteurin der Badischen Zeitung, arbeitete sich heute in die Besonderheiten unserer neuen fünften Klassen ein. BZ-Fotograf Thomas Kunz nahm sich viel Zeit für Fotos, auf denen die Schülerinnen und Schüler selbstständig arbeiteten, nachdem das anfängliche Interesse für ihn rasch verflogen war. Im Projektunterricht ging es um die Frage, wie man mit einem Wasserbecken, Styropor, einer Nähnadel und einem Magneten einen Kompass bauen kann. Nebenbei befragte Frau Höhl einzelne zum Ablauf und zu ihren Aufgaben. Das Ergebnis ihrer Recherche wird in den nächsten Tagen in der Badischen Zeitung zu lesen sein.

Extrablatt: Zischup

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8 Wochen Zeitung lesen, Artikel schreiben, die Druckerei besichtigen und von einer Redakteurin im Deutschunterricht erfahren, wie Journalisten arbeiten: All das erlebten die 8h und die 8i zusammen mit ihren Klassen- und Deutschlehrerinnen Frau van der Post und Frau Fritsch beim Zeitungsprojekt Zischup.

Am 13.12. erschien die Druckbeilage mit den Schülertexten. Hier kann man die von unseren 8.Klässlern geschriebenen Artikel nachlesen:
Die unendlich grüne Hölle
Eine Klasse voller Kühe
Es lag auf dem Tisch und schaute uns an
Der Hubschrauberlandeplatz mitten in der Stadt
Kein Leben ohne Hip-Hop
Die Menschen sind ruhig geblieben
Erst Pflicht dann Kür
Für die beste Freundin
Zischup-Klassen Herbstprojekt 2013 Fotogalerie auf badische-zeitung.de