Haslach

Wegbeschreibung

 

mit öffentlichen Verkehrsmitteln vom Hauptbahnhof aus
Die Stadtbahn Linie 5 (Richtung Bollerstaudenstraße) fährt zur Haltestelle Haslach-Bad.
Vorbei am Garten-Hallenbad geht man auf die Schule zu.
mit dem Auto
BAB Zubringer Freiburg-Mitte, Ausfahrt Haslach, rechts (von Osten kommend links über die Ochsenbrücke), gleich wieder rechts in die Haslacherstraße, links halten (Markgrafenstraße); bei der Apotheke links abbiegen und sofort wieder links in die Staudingerstraße. Auf dem Parkplatz parken.

Ziemlich beste Nachbarn

Zwei dutzend Haslacher Vereine und Institutionen präsentierten sich auf dem zukünftigen Baugebiet “Gutleutmatten West” zwischen Carl Kistner-Straße und dem Sportplatz der Staudinger-Gesamtschule. Die S.O.F.A – AG (Schüler Organisieren Fast Alles) um Frau Göppinger versorgte den bunten Markt mit Kaffee und Kuchen und Frau Winklers Dance-AG tanzte zweimal inmitten der Stände.

Stina sammelte für Else Wagner

Else Wagner lebte bis 1933 in der Haslacher Carl Kistner-Straße 2 über der Hirschen-Apotheke. Sie wurde kurz nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in die Heilanstalt Emmendingen eingewiesen, am 6. August 1940 nach Grafeneck „verlegt“ und dort am selben Tag mit der „Aktion T 4“ ermordet.

Stina Schubien ist Schülerin des Seminarkurses von Geschichtslehrer Frank Hack unter dem Oberthema Freiburg. „Manche haben eher aktuelle Themen wie z.B Asylanten in Freiburg erwählt, für mich jedoch war klar dass meine Arbeit schon eher in die geschichtliche Richtung gehen sollte. Da mich schon immer das Thema des Holocaust interessiert hatte und ich zu meinem 16. Geburtstag auch in Auschwitz war, kam ich darauf, mich mit dem Nationalsozialismus und Judenverfolgung in Freiburg zu beschäftigen“ erzählte Stina. Und entschied sich für die Fragestellung Das Schicksal der Freiburger Juden nach der Machtergreifung durch Adolf Hitler am 30.01.1933 – Erinnert Freiburg angemessen an den Holocaust?

Bei ihren Recherchen war sie überrascht, dass Freiburg bei vielen Sachen Vorreiter gewesen sei. „Der Gauleiter Wagner war besonders eifrig, seinen Bereich judenfrei zu machen, was unter anderem dazu führte, dass schon am 22. Oktober 1940 die Deportation nach Gurs stattfand. Im Gegensatz dazu wurden die meisten Deportationen in Großstädten erst 1942 durchgeführt. Auch wurde die Bücherverbrennung nachgeholt, da es am geplanten Datum geregnet hatte.“

Stina wandte sich an Marlis Meckel, der Initiatorin der Stolpersteine in Freiburg, traf sich fortan im zwei- bis dreiwöchigen Rhythmus und führte auf Englisch und Deutsch ein Interview mit Renate Haberer-Krauss, die am 22.10.1940 nach Gurs deportiert wurde, in Chicago. „Über ihre Zeit vor und in Gurs habe ich sie befragt und auch darüber, wie ihr Leben nach dem gelungenen Entkommen aus Gurs verlief.“ Währenddessen formte sich der Gedanke, selbst für die Installation eines weiteren Stolpersteins zu sorgen.

Stina schrieb Mails an Freunde, Familie und Bekannte, ob sie etwas spenden könnten um den Stolperstein für Manfred Kaufmann mit zu finanzieren. „Schneeballprinzipartig haben mehr Leute davon erfahren und waren dann freundlich genug auch ihren Teil beizutragen. Am Ende kam unglaubliche 650 Euro zusammen, mit denen es jetzt möglich ist, die Steine für Frau Else Wagner und die gesamte Familie Kaufmann (3 Personen) zu verlegen. Wem der 5. Stolperstein seinen Namen zurück gibt, ist noch nicht klar.“

Der Stein von Elsa Wagner wurde heute morgen im Beisein ihrer Tochter Irene Schäuble eingesetzt, heute Mittag folgen ab 14 Uhr drei weitere in der Poststraße 5.

Die Badische Zeitung berichtete.

Motten einmotten

Kastanien2012_01

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8i sammelten heute Kastanienlaub in der Carl Kistner-Straße. Am 24. Oktober werden sie für ihr seit drei Jahren dauerndes Engagement von der Stadt Freiburg geehrt. Schülerin Jasmin gab damals den Anstoß und organisiert seitdem die Einsätze, Kastanien2012_02zu denen die Stadtverwaltung Geräte, Wagen Tüten und Warnwesten beisteuert. Die Kastanienminiermotte beginnt den Bäumen stark zuzusetzen, sie werfen ihr Laub deutlich früher ab. Mit dem getrennten Einsammeln wird versucht, die weitere Verpuppung der Motte zu unterbinden. Das Laub wird verbrannt. Mehr Informationen zur Kastanienmiermotte gibt es hier.

Auf 1000 PS sitzen

Die wenigsten Schülerinnen und Schüler, die auf die Mittelstufen-Toilette gehen, werden vermuten, dass sich exakt unter ihnen das neue 1000-PS-Blockheizkraftwerk der Badenova befindet. Es wird nach seiner Fertigstellung neben der Staudinger-Gesamtschule die Feuerwehr sowie ein Neubaugebiet an der Haslacherstraße mit Warmwasser und Heizungswärme versorgen. Neben der Abwärme wird über einen Generator Strom produziert. Das gasbetriebene Kraftwerk wird nach seinem Start kontinuierlich laufen und damit den Wärme-Grundbedarf decken. Im Prinzip stellt es einen sehr großen, langsam laufenden Lastwagenmotor dar, er ist besonders auf Laufleistung optimiert und kostet etwa eine halbe Million Euro.

Ohne Einbau wohlbemerkt und der findet seit einigen Monaten statt, nachdem eine Spezialfirma das Blockheizkraftwerk mit eigens montierten Kränen an seinen Platz unter der Schülertoilette und dem Lehrerzimmer bugsiert hatte. Dort arbeiten bereits zwei neue Gasheizkessel für den erhöhten Wärmebedarf sowie ein Ölbrenner. Er soll in besonders kalten Phasen benutzt werden, damit die Gasabnahme im günstigeren Tarif bleibt. Die Wärme wurde im letzten Winter durch mobile Anlagen in einem Container und auf einem Anhänger bereitgestellt. Zu adäquaten Hardrock-Klängen schweißte der Installateur während unseres Besuchs spezielle Verbindungsstücke für das Blockheizkraftwerk, dessen Anschlüsse noch im Leeren enden. Die Garnison isolierter Rohre ist jedoch auch jetzt bereits imposant. Im fertigen Zustand – das soll kurz nach den Sommerferien sein – werde die Anlage völlig gekapselt und einen Stock darüber nicht mehr zu hören sein. – Die Lehrerinnen und Lehrer der Mittelstufe hoffen auch, dass dann die Wärmebelastung der über dem Heizraum liegenden Räume entfällt.

Lange Leitung

blockheitzkraftwerk
Seit den Sommerferien wird rund um das gesamte Schulgebäude gebuddelt, zeitweise kam man an den Haupteingang gar nicht mehr heran. Die Schule war von Gräben und Baustellen-Gittern umzingelt ,der Eingang zur Studienstufe ist immer noch beschwerlich, vor dem Mittelstufen-Lehrerzimmer wird eifrig wie lautstark gebaggert.

Grund dafür ist eine Umstrukturierung der Heizung: Bislang erhielt die Staudi ihre Grundlast-Wärme vom Blockheizkraftwerk des Haslacher Hallenbades, dazu gab es einen Gasbrenner, der in manchen Wintern durch einen Ölbrenner ersetzt wurde. Was der Fall war, wenn die Stadt drohte, durch eine zu hohe Gasabnahme in einen teureren Kontingentpreis zu rutschen.

Die beiden Brenner wurden mittlerweile entfernt, in ein paar Wochen soll ein neues Blockheizkraftwerk in die Heizzentrale unter der Mittelstufe eingebaut werden. Es wird einem sehr großen Lastwagen- oder einem sehr kleinen Schiffsmotor entsprechen und mit Gas betrieben. Es beheizt dann nicht nur die Schule, sondern auch die Feuerwehr mit der neuen Rettungsleitstelle sowie das Neubaugebiet an der Haslacher Straße.

Zwei Boiler in den Sporthallen werden ebenfalls von dort erwärmt. Die Fernwärmeleitungen sind derzeit als Baustelle sichtbar. Außerdem wird der Motor 600 kW Strom produzieren. Laut den Berechnungen soll man ein Stockwerk darüber später nichts von der Maschine hören.

Nicht Blocksbergs, sondern Staudis Bibi

Sie ist beliebt bei vielen Staudinger-Gesamtschülern: Die Bibi, offiziell „Stadtteilbibliothek Freiburg-Haslach“. Dort geht man nicht nur zum Lesen hin, viele genießen die (meist) ruhige Atmosphäre, die Sessel, die Computer, die Zeitschriften und die umfangreiche Jugendbibliothek. Unser Podcast-Team war vor Ort und hat mit dem Leiter, Ludger Albrecht gesprochen.
Podcast-AG Staudinger-Gesamtschule