Deutsch

„Lieber Unbekannter…“ – Briefe ins 22. Jahrhundert

Im Rahmen des 900.-jährigen Stadtjubiläums, das 2020/ 2021 gefeiert wird, hat die Stadt Freiburg dazu aufgerufen, Briefe zu schreiben, die erst in 100 Jahren geöffnet werden. Ob an die noch ungeborenen Urenkel, eine Person, die dann in der eigenen Wohnung leben wird, den Bürgermeister, eine Schülerin, … – ganz egal!

Auf dieses spannenden Experiment haben sich die Klassen 10a und 10b mit viel Engagement eingelassen. Zunächst haben die Schüler*innen mit ihren Deutschlehrerinnen Frau von Thenen und Frau Pasdar überlegt, wie es ihnen selbst gehen würde, wenn sie einen Brief von jemandem erhalten würden, der vor 100 Jahren gelebt hat. Welche Fragen würden sie dieser Person gerne stellen? Schnell kristallisierten sich so für das eigene Schreiben verschiedene Themenfelder heraus: persönliche Lebensumstände, Alltagsleben in Freiburg, politische und gesellschaftliche Debatten, Stand der Wissenschaft, technischer Fortschritt, Leben in Zeiten einer Pandemie etc. Aus diesem Potpourri an Ideen entwickelten sich die individuellen Briefe, die an ganz unterschiedliche Empfänger adressiert wurden: an die eigene Nachfahren, an einen Zehntklässler an der Staudinger-Gesamtschule oder einem Gymnasium, an den zukünftigen Leiter des Stadtarchivs, an die Bewohner*innen der eigenen Adresse, an ein 16-jähriges Mädchen aus einem afrikanischen Land, an einen Jugendlichem im Fußballverein St. Georgen, an das historische Institut der Universität Freiburg, und und und.

Herausgekommen sind viele persönliche Briefe, die die Zehntklässler*innen gemeinsam feierlich in den Stadtjubiläums-Briefkasten am Rathaus eingeworfen haben. Die Empfänger im Jahre 2120 dürfen sich freuen!

Stimmen der Schülerinnen und Schüler zum Briefprojekt:

„Ich habe mir während des Schreibens immer wieder überlegt, wie die Zukunft wohl sein wird. Das hat mich echt inspiriert.“

„Anfangs hatte ich nicht so Lust, einen Brief zu schreiben. Als ich dann angefangen habe zu schreiben, hat es eigentlich voll Spaß gemacht. Letztendlich war es voll gut, so einen Brief zu schreiben.“

„Ich bin nachdenklich: Wie wird der Adressat reagieren? Wie wird es in 100 Jahren sein?“

„Ganz coole Idee. Hoffentlich kommt mein Brief auch an.“

„Lustige Vorstellung: Ich schreibe an mein Urenkelkind, das noch nicht mal geboren ist.“

„Das Schreiben hat mir wider Erwarten Spaß gemacht. Im Nachhinein bin ich auch ein bisschen stolz, so etwas gemacht zu haben.“

„Der Brief hat mich über meine eigenen Vorfahren nachdenken lassen. Das war schön. Ich bin interessiert auf die Antworten, die ich leider nie bekommen werde.“

„Anfangs: nicht so Bock drauf. Währenddessen: übelst interessant. Danach: irgendwie weird.“

„Ich bin optimistisch, dass irgendwer meinen Brief wirklich lesen wird.“

„Ich war total aufgeregt, als ich meinen Brief eingeworfen habe.“

„Davor: Ich war von Anfang an überzeugt von der Idee, war aber ratlos, was ich schreiben soll. Während: Am Anfang fiel es mir tatsächlich leicht, ich bekam aber bei der Hälfte eine Schreibblockade. Beim Schreiben ist mir erst richtig klar geworden, dass es „ernst“ ist und ich den Brief wirklich einwerfe. Danach: Den Umschlag zu schließen, war ein gutes, aber auch bedrückendes Gefühl; zu wissen, dass der Brief in 100 Jahren geöffnet wird, war eine krasse Vorstellung.“

„Vorher: Was für eine blöde Idee. Ich habe gar keine Lust darauf! Während: Was soll ich schreiben? Nachher: War doch nicht so blöd, wie gedacht!“

„vorher: unentschlossen, gespannt, vorfreudig -> Nachricht an Nachfahren bzw. künftige Generation; lustlos -> keine Sicherheit bzw. Garantie auf Zustellung der Botschaft; während: gespannt -> Schilderung von Gefühlen und Privatem, glücklich -> Möglichkeit als Zeitzeuge zu fungieren, frei -> freie Themenwahl, Bericht von Sorgen und Ängsten; nachher: erleichtert -> Themenkomplexe pointiert vorgetragen; neugierig -> Wie wird die Nachricht aufgefasst?; unsicher -> Sind die vorgetragenen Themen relevant?“

„Davor: Ich hatte gemischte Gefühle, als ich gehört habe, dass wir das machen; weil… wer weiß, was mit den Briefen passiert? während: Ich habe mich total auf den Brief fokussiert und konnte so viel schreiben, wie ich will. Das hat mega Spaß gemacht und ich war auch total im Flow. danach: Ich habe mich total befreit gefühlt, weil ich dort alles reingeschrieben habe, was ich fühle.“

Selbst Lust, einen Brief zu schreiben? Alle Infos unter: https://2020.freiburg.de/pb/1632268.html

Projektwoche an der Staudi

In dieser Woche findet an der Staudi kein normaler Unterricht statt, sondern jede Klasse beschäftigt sich mit einem besonderen Thema.      Alle fünften Klassen beschäftigen sich mit den gleichen zwei Themen und die Neuntklässler arbeiten alle am gleichen Thema. In den 6. bis 8. Klassen haben die einzelnen Klassen unterschiedliche Themen. Die 10. Klassen bereiten in ihren Präsentationsfächern Präsentationen vor und in ihren Kernfächern, also ihren Hauptfächer schreiben sie Tests und Klausuren. Außerdem kümmern sich noch um weitere interessante Projekte.

Die Projektwoche an unserer Schule – der Staudinger-Gesamtschule  ist eine Woche, in der man sich die ganze Woche mit einem Thema beschäftigt. Die verschiedenen Klassenstufen arbeiten an unterschiedlichen Themen.

Das Jahrgangshaus 18 (die Fünftklässler) haben die Projekte „Müll“ und „Medien“. Beim Projekt „Müll“ gehen sie auf die Ökostation und erstellen aus Dingen, die eigentlich in den Müll wandern würden etwas Schönes, z.B. aus Dosen werden Blumentöpfe oder aus Glas und Plastik Schneekugeln. Beim Projekt „Medien“ lernen sie, wie man einen Steckbrief am Computer erstellt und wie man sich im Internet verhält.

Das Jahrganghaus 17 (die Sechstklässler) arbeitet an unterschiedlichen Themen. Die 6b hat zum Beispiel das Thema „Theater“.  Sie haben das Skript vorgeschrieben bekommen und die eine Hälfte macht das Bühnenbild und die andere Hälfte spielt das Stück vor. Die 6c entwickelt ihr eigenes Haslach-Geocaching, bei dem sie sich eigene Hinweise zu den Orten, an denen sie Figuren versteckt haben, ausdenken und diese aufschreiben. Das bedeutet, dass sie Figuren in Haslach verstecken und mithilfe der Hinweise die anderen aus der Klasse/ die Figuren im Laufe der Woche finden müssen. Die 6d hat das Thema „Ägypten“, bei diesem Thema machen sie ihre eigene Mumie aus Gipsbinden. Am Ende der Woche müssen sie ein Plakat präsentieren, das sie in der Woche entwickelt und gestaltet haben.

Das Jahrgangshaus 16 (die Siebtklässler) arbeitet an unterschiedlichen Themen. Die Klassen 7b und 7d haben das Thema „Geschichte Freiburgs“; die 7b macht zum Beispiel Ausflüge zum Martins- und Schwabentor und sie lernen wie Freiburg nach und nach entstanden ist. Die 7d wandert von Zähringen zum Schlossberg, sieht von dem Aussichtspunkt ganz Freiburg und lernt die Geschichte Freiburgs kennen, indem sie eine Präsentation über Freiburg erstellen. Die 7f hat „English-Week“ als Thema, das heißt, sie machen die ganze Woche über Englisch. Sie bereiten ihr eigenes englisches Frühstück zu, sie lernen dazu viel über England und die englische Kultur. Die 7g hat das Thema „Gesundes Leben“ und sie treiben jeden Tag eine Stunde Sport. Außerdem lernen sie, was gesund für den Körper ist, sowie welche Nahrungsmittel gesund und welche ungesund sind. Außerdem kochen sie kochen ihr eigenes gesundes Essen.

Das Jahrgangshaus 15 (die Achtklässler) durfte von drei Workshops einen wählen, welchen sie bearbeiten wollen. Es gibt den Workshop „Kunst mit Zeitung“, da kann man aus Zeitung verschiedene Sachen basteln, z.B. ein Haus, Tiere oder Kleidung. Dann gibt es noch den Workshop „Erklär-Videos“. Da erklärt man Sachen in einem Video, so dass das Thema alle verstehen können. Es gibt zum Beispiel eine Gruppe, die einen Kartentrick erklärt und eine andere, die erläutert wie die Nachrichten in die Zeitungen, ins Radio und ins Fernsehen kommen. Dann gibt es noch den Workshop „Journalistisches Schreiben“, da sind wir, und wir haben an diesem Text die ganze Woche gearbeitet. Wir haben uns zunächst das Thema und das genaue Vorgehen überlegt, dann haben wir die einzelnen Klassen befragt und schließlich die Ergebnisse zusammengetragen, um diesen Text zu verfassen. Dann gibt es noch einen Workshop, bei dem eher kreativere Texte und Geschichten entwickelt werden.

Das Jahrgangshaus 14 (die Neuntklässler) beschäftigt sich mit dem Thema „Glück“ und ihr Auftrag lautet andere Menschen glücklich zu machen. Eine Klasse geht z.B. ins Altersheim putzen.

Das Jahrgangshaus 13 (die Zehntklässler) schreibt Tests und Klausuren in den Hauptfächern. Sie bereiten Präsentationen in ihren Fächern vor, in denen sie ihren Vortrag halten wollen. Die 10b hat einen dokumentarischen Spielfilm über die Organisation „Vision Hope“ erarbeitet und produziert – nur das Schneiden ist noch nicht abgeschlossen. Außerdem hat die Klasse in Zusammenarbeit mit dieser Organisation eine Spenden-Aktion in der Stadt auf die Beine gestellt, sodass sie durch den Verkauf von selbst gemachten Holz-Engeln und Kuchen nun knapp 300 Euro an „Vision Hope“ spenden kann.

Die 10a hat in Kleingruppen an verschiedenen selbst gewählten Projekten gearbeitet. Etwas ungewöhnlich, aber für die Schulgemeinschaft womöglich von tollem Nutzen war die Idee von 2 Schülerinnen: Sie haben das in den Untiefen der Staudinger Kellerräume versteckte großartige Tonstudio wieder einigermaßen auf Vordermann gebracht.

Die Jahrgangshausteams – also die Klassenlehrerteams und einige Fachlehrer/innen, die in dem jeweiligen Jahrgangshaus unterrichten – planen gemeinsam die Projektwoche, z.B. das Jahrgangshaus 15 plant die Projektwochen für die Achtklässler und das Jahrgangshaus 16 plant die Projektwochen für die Siebtklässler. Das Jahrgangshaus ist das Jahr, indem man in die Staudinger-Gesamtschule gekommen ist. Also wenn man 2018 in die Schule gekommen ist, gehört man zum Jahrgangshaus 18 und wenn man dann 2019 in die Schule kommt, gehört man zum Jahrgangshaus 19.

Von: Nicklas Pflug, Rahim El Hassan, Steven Schwudtke Klasse 8c der Staudinger-Gesamtschule

Fotos: Natalie Gros & Leonie van der Post

Vorlesewettbewerb 2014

Pénélope Gourat (6c) hat am 8. Dezember den diesjährigen Vorlesewettbewerb der sechsten Klassen gewonnen. Sie las aus einem ihrer Lieblingsbücher „Die wilden Hühner auf Klassenfahrt“ und zieht nun für die Staudinger in den Stadtentscheid ein. Herzlichen Glückwunsch!

Lesetag:
Staudis lesen mit Lorettoschülern

In die Welt der Bücher mit dem kleinen Eisbär

Schon zum zweiten Mal kamen  am Montag, den 8.Dezember Schülerinnen und Schüler der  Loretto-Grundschule an die Staudinger-Gesamtschule  zu Besuch, um den von ihrer Schule initiierten Lesetag bei uns zu verbringen. Im Werkspielhaus lasen Schülerinnen und Schüler der 9i, 9e und 10d den Kindern Geschichten von „Lars, der Eisbär“ vor. Anschließend durften die kleinen Gäste ihr eigenes Eisbärbuch gestalten und selbst Geschichten und Gedichte schreiben. Bei einem Besuch auf dem nahegelegenen Spielplatz tobten sich die Zweitklässler noch einmal richtig aus, bevor es nach dem gemeinsam gesungenen Lied „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ wieder in Richtig Lorettoschule ging.

Autorenlesung mit José Oliver

José Oliver liebt die deutsche Sprache, weil „jedes Wort eine Geschichte erzählt“. Seine Liebe zur Sprache und seine Begeisterung für Gedichte teilte der Lyriker und Chamisso-Preisträger am Dienstag mit Schülerinnen und Schülern der J1 und J2 in zwei Lesungen.

„Schaut euch die Wörter in einem Gedicht genau an. Was erzählen sie euch?“, fragt er. Nichts ist beliebig, jedes Wort bewusst gesetzt, alles voller Bedeutung, das wird dem jungen Publikum in José Olivers kurzweiligem Vortrag über das Wesen von Gedichten schnell klar. Gemeinsam mit dem Autor lasen und diskutierten die Schülerinnen und Schüler ausgewählte Gedichte und interpretierten sie in eigenen Vorträgen. Dabei wurde einmal mehr deutlich, dass lyrische Texte erst durch den Vortrag, das „Er-Sprechen“, verständlich und lebendig werden.

Mit einem Augenzwinkern fordert  José Oliver daher, dass den Schülerinnen und Schülern auch in der Abiturprüfung ein extra „Sprechraum“ zur Verfügung stehen sollte, in dem sie die Gedichte laut vorlesen können. Wer weiß, vielleicht stoßen sie im Abitur 2015 ja auf eines des deutsch-andalusischen Lyrikers?

Vorlesewerrbewerb 2012

Manuel Wüster (Klasse 6c) hat den diesjährigen Vorlesewettbewerb der 6. Klassen gewonnen. Im Finale, das am Montag, 2. Dezember 2013 in der Stadtteilbibliothek Haslach stattfand, konnte Manuel die Jury und das Publikum mit einem hervorragenden Lesevortrag von sich überzeugen. Manuel las aus dem Buch Samurai (Chris Bradford), das zur Zeit der japanischen Schwertkämpfer im 17. Jahrhundert spielt. Wir gratulieren Manuel zu seinem tollen Erfolg!

Extrablatt: Zischup

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8 Wochen Zeitung lesen, Artikel schreiben, die Druckerei besichtigen und von einer Redakteurin im Deutschunterricht erfahren, wie Journalisten arbeiten: All das erlebten die 8h und die 8i zusammen mit ihren Klassen- und Deutschlehrerinnen Frau van der Post und Frau Fritsch beim Zeitungsprojekt Zischup.

Am 13.12. erschien die Druckbeilage mit den Schülertexten. Hier kann man die von unseren 8.Klässlern geschriebenen Artikel nachlesen:
Die unendlich grüne Hölle
Eine Klasse voller Kühe
Es lag auf dem Tisch und schaute uns an
Der Hubschrauberlandeplatz mitten in der Stadt
Kein Leben ohne Hip-Hop
Die Menschen sind ruhig geblieben
Erst Pflicht dann Kür
Für die beste Freundin
Zischup-Klassen Herbstprojekt 2013 Fotogalerie auf badische-zeitung.de

Vorlesekönigin

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Antonia Duscheleit hat den diesjährigen Vorlesewettbewerb an unserer Schule gewonnen. In der Endrunde, zu der sich die sieben Klassensieger in der Stadtteilbibliothek versammelt hatten, konnte die Schülerin der Klasse 6g mit einem Auszug aus dem spannenden Jugendbuch Allein in der Wildnis (Gary Paulsen) die vierköpfige Jury von sich überzeugen. Die Finalisten trugen dem Publikum nicht nur eine Passage aus ihren selbstgewählten Lieblingsbüchern vor, sondern auch einen ihnen fremden Textabschnitt.

Eine Aufgabe, die alle bravourös meisterten. Und so durften sich am Ende jeder über einen Preis freuen, Antonia über ein neues Buch, die übrigen Finalisten über Schokolade. Für unsere Schulsiegerin Antonia geht es nun bei der Stadtauswahl in die nächste Runde. Wir drücken ihr fest die Daumen.

Der Vorlesewettbewerb des deutschen Buchhandels wird seit 1959 veranstaltet und zählt zu den größten bundesweiten Schulwettbewerben. Jährlich beteiligen sich rund 620 000 Sechstklässlerinnen und Sechstklässler an diesem Wettbewerb.