Austausch

USA Austausch

200px-Flag_of_the_United_States.svg_Vom 19. Oktober bis zum 9. November 2012 befand sich eine Gruppe von Schülern und Schülerinnen der Eingangsklassen und der Jahrgangsstufe1 unserer Schule zusammen mit den Kollegen Alderin und Väth im Osten der USA. Zwei Wochen lang haben sie in amerikanischen Gastfamilien gelebt und sind zum Unterricht in die Delaware Valley Regional High School gegangen. – Lesen sie eine Information zur Lage während des Hurricane “Sandy” und die ersten Tagesberichte.

Hurricane „Sandy“

„Bevor wir in die USA flogen wussten wir, wir würden einige der größten Events des Jahres miterleben dürfen (Homecoming, Halloween, Präsidentschaftswahlen). Was wir allerdings nicht wussten war, dass sich nun auch noch ein Hurricane dazu gesellen würde. Viele haben bestimmt schon von „Sandy“ in den Nachrichten gehört. Den Wetterberichten zufolge wird er Dienstag morgen südlich von New Jersey (in diesem Bundesstaat befinden wir uns) die Küste erreichen und nach Nordosten weiter ziehen. Da noch niemand so richtig weiss, wie stark er sein wird, ist die Delaware Highschool vorsichtshalber am Montag und Dienstag geschlossen. Allem Medienrummel zum Trotz gibt es dennoch keinen Grund zur Sorge. Die Austauschschüler sind in ihren Austauschfamilien gut untergebracht und versorgt. Die in dieser Region lebenden Amerikaner haben schon viel Erfahrung mit Stürmen (z.B. Hurricane Irene) und können sich auf die Tatsache verlassen, dass die Windstärken der Hurricane um so mehr abnehmen, je länger sie sich auf dem Festland bewegen. Da wir uns im mittleren bis nördlicheren Teil New Jerseys befinden, ist somit zwar mit starken Winden und Regen zu rechnen und evtl. auch mal Stromausfall, dieses stellt aber keine wirkliche Gefahr für uns dar!
Wir wünschen Euch allen schöne Herbstferien!
Liebe Grüße Väth und Alderin“ (Mail vom 30.10.2012)

Tagesbericht 18.10.12

Fuer die meisten hiess das frueh aus dem Bett kommen da wir uns um halb acht am Bahnhof Gleis 1 trafen. Doch durch die Vorfreude konnte wahrscheinlich sowieso niemand schlafen. Als dann alle angekommen waren und alle die Verabschiedungszeremonie der Eltern/Freude/Familie ueberstanden hatten ging es dann endlich los. Wir fuhren circa 4 Stunden nach Koeln dort sind wir umgestiegen nach Duesseldorf -Flughafen mit circa einer halben Stunde Fahrtzeit. Die Schloesser an der Bruecke in Koeln waren zahlreich und schoen. Als wir dann endlich den Flughafen erreichten, mussten wir, bis wir einchecken durften erst noch 2 Stunden vertroedeln und alles essbare aufessen was nicht ins Handgepaeck durfte dann wurden wir durch die Kontrollen gelassen was ohne Probleme geklappt hat.Im Flugzeug angekommen nahm jeder an seinem zugewiesenen PLatz platz. Der Flug verlief ohne Probleme wir kamen zwar manchmal in Turbulenzen aber es ist nichts passiert. Das Essen war auch ziemlich in Ordnung. Als wir nach 8 stunden Fahrt ankamen war es schon Nacht und man konnte die Lichter New Yorks aus dem Flugzeugfenter betrachten. Endlich gelandet mussten wir noch eine halbe Stunde mit Herzklopfen warten um durch die Passkotrolle zu kommen. Wir hatten schon furchtbares darueber gehoert, wie z.B. beantworten ob wir schon Mal im Gefaengnis waren. Es kam zum Glueck nicht so schlimm. Nun sind unsere Fingerabdruecke und ein Bild der Iris in irgendeinem hochgeheimen Ordner des Staates Amerika verewigt. Nach einer langen und angstrengenden Fahrt mit der Subway, wobei wir meistens damit beschaeftigt unsere Koffer die Treppen hoch und runter zu schleppen. So fuhren wir totmuede durch die Stadt die niemals schlaeft. Und so fielen wir ca. um 2 Uhr morgens in einen tiefen Schlaf. Endlich schlafen nach der kurzen Zimmerverteilung. Fertig!!! (larissa & lina)

Tagesbericht 20.10.12

Heute war ein echt schöner Tag mit vielen tollen Erlebnissen. Zuerst sind wir zur Freiheitsstatue gefahren, mit der Fähre, wir mussten zwar lange anstehen, aber das warten hat sich gelohnt. Wir konnten leider nicht rein aber es war auch schön sie von außen zu sehen und wir hatten super schönes Wetter. Anschließend sind wir zu Ellis Island gefahren, aber nicht lange geblieben. Wir hatten den Rest des Tages frei und sind shoppen gegangen Luci, Birte, Katharina, Miriam und ich. Auf dem Weg sind wir durch einen Markt gelaufen, zu dem Zeitpunkt waren Stina, Alex, Robin und Simon auch noch dabei. Vor einem Tierladen mit Hundewelpen im Schaufenster haben wir Vanessa Hudgens gesehen und kurz mit ihr geredet. Das war echt krass und toppte für manche sogar, dass wir am morgen die Statue of Liberty gesehen hatten. Dann waren wir Essen. $5 für 2 große Stücke Pizza und ein Getränk. Das war zwar das gefühlte 10te mal Pizza in der Zeit die wir da waren, aber Hauptsache etwas zu Essen und billig. Nach dem Shoppen sind wir noch zum Time Square gegangen, das war so schön, richtig beeindruckend, die ganzen Lichter und Menschen…:) Das war ein sehr sehr schöner Tag, für mich sogar eigentlich fast der schönste in New York. (Katharina)

Tagesbericht vom 21.10.12

Für viele begann der Tag mit einer 2 ½ stündigen Stadtführung durch Harlem, an der jeder freiwillig teilnehmen konnte. Unser „Guide“ erzählte uns viele interessante Dinge, gegen Ende ließ die Motivation jedoch bei vielen nach, da sich die 2 ½ Stunden dann doch ziemlich hinzogen. Im Anschluss besuchten wir einen baptistischen Gottesdienst, der uns – verglichen mit den deutschen Messen – viel lebendiger und spontaner erschien. Im Publikum saßen fast nur Touristen, für die sich einige von uns fremdschämten, da die meisten während dem Gottesdienst kamen und gingen wann sie wollten, Fotos schossen und einer hat sogar seine Chips ausgepackt.
Die Lobpreise während des Gottesdiensts waren insgesamt zahlreicher und auch „rockiger“ als bei uns in Deutschland.
Als wir ca. um 13:00 Uhr in unserem Hostel ankamen, holte sich jeder selbstständig etwas zu essen und anschließend besuchten wir den Central Park, setzten uns ins Gras, genossen das Wetter und hörten Musik. Davon abgesehen wurde Alex bei unserem „Mörder-Spiel“ als Mörder entlarvt. Nachdem Raphael und Andreas ihre Präsentationen über den Central Park gehalten hatten, bekamen wir etwas Freizeit und konnten selbstständig losziehen. Soweit ich weiß blieben manche im Central Park, andere gingen in die Stadtmitte und manche zurück ins Hostel.
Um ca. 16:00 Uhr trafen sich alle wieder beim Empire State Building, das wir später natürlich auch besuchten und von dem aus wir die wunderbare Aussicht auf New York City genießen konnten.
Zur Feier des Tages aßen wir alle zusammen – von unserem selbst erwirtschafteten Geld – in einem Soul Kitchen Restaurant zu Abend. Das Gericht bestand aus Süßkartoffeln, Chicken, Pommes für die Vegetarier, Spinat, Nudelauflauf und Rinderfleisch. Es wurde noch ein sehr lustiger Abend, an dem sich alle amüsierten und einige schon anfingen nervös zu werden, da es bald nach Frenchtown in unsere Gastfamilien gehen sollte. (Luci)

Tagesbericht 25.10.12

Heute war der zweite Tag in der Schule. In den ersten beiden Stunden haben sich ein Teil aus unserer Deutschen Gruppe in der Bibliothek zum Lernen getroffen, da wir in der vierten Stunde Englisch geschrieben haben. In der dritten Stunde haben sich dann alle zusammen getroffen um sich auszutauschen. Da soweit alles gut war mussten wir nicht weiter ueber Probleme reden und so kamen der Direktor und der Stellvertretende Schulleiter und haben uns noch einige weitere Sachen ueber die Schule erzaehlt. Beispielsweise dass es Kameras zur Sicherheit gibt und das die IPads, von denen jeder Schueler eins hat, die Buecher ersetzen und so die Schueler nicht so viel tragen muessen. Außerdem haben wir T-Shirts von der Schule bekommen, die wir alle beim Homecoming Footballgame anziehen sollen.
Danach stand der Englischtest fuer die J1er bevor. Ich denke wir haben ihn alle recht gut gemeistert. Was die anderen in der Zwischenzeit gemacht haben weiß ich nicht ganz genau aber ich vermute mal das sie mit ihren Gastschwestern oder -bruedern im Unterricht waren.
Um halb 3 hatten wir Schule aus.
Von den meisten hat man gehoert das sie nach der Schule shoppen gehen. Zur Mall. So auch wir. Und tatsaechlich habe ich dort einige von uns Deutschen angetroffen. Have a nice day, Kim

Tagesbericht 27.10.12

Der Tag, nach dem Home-coming-Spiel, der Tag, auf den viele hin gefiebert haben, der Tag, an dem so gut wie jeder Junge und jedes Mädchen der Del Val High-School in schicken Klamotten aufeinander treffen werden, um einen wunderschönen Tag zu verbringen, der Tag des Home-coming Balles.
Schon am Morgen als ich aufwache kommt es mir sofort in den Kopf: „Heute Abend ist der Home-coming Ball.“ Auch die Schwester meines Austauschpartners wacht mit viel Vorfreude auf. Während dem Frühstück wird der komplette Tag durchgeplant, es muss noch viel getan werden: „Haare, Make-up und auch die Fingernägel dürfen bei diesem Anlass nicht vergessen werden.“
Nach etlichem hin und her Argumentieren steht es fest, wir werden uns 2 Stunden für das Richten unseres Äußeren nehmen.
Nach dem Essen zwingen wir uns zu ein paar Brettspielen und Filmen, doch keiner von uns beiden kann sich richtig darauf konzentrieren, alle Gedanken drehen sich um den kommenden Ball.
Als es dann endlich Zeit ist, sich zu richten, bricht das totale Chaos aus. Und trotzdem stehen nach Einsatz von Dusche, Föhn, Nagellack, Glätteisen und Lockenstab zwei ganz passabel aussehende Mädchen da. Als wir bei der Schule ankommen, treffen wir auf gefühlte 1000 weiter passabel aussehende Mädchen und Jungen.
In der Schule angekommen, geht es erst mal zu dem viel zu gutem Büfett. Nach der Guttuung für unseren Magen geht es in die Sporthalle der Schule, aus der sowohl Musik als auch eine Masse an verschwitzen Personen strömt. Drinnen angelangt heißt es: Raus aus den High-Heels und rein in die tanzende Menge.
Am Ende des Balles warten viele nicht mehr so ganz passabel aussehende Schüler auf ihr elterlichen privat Taxen, die sie nach Hause kutschieren.
Dort angekommen geht DER Tag zu Ende, der Tag nach dem Home-coming Spiel, der Tag auf den sich viele freuten, der Tag des Home-comming Balles. (Miriam)

Tagesbericht 29.10.12

der Sturm naht
Da wir heute keine Schule hatten, wachte ich heute erst um 9.30 Uhr vom Wecker meines Austauschpartners Nate auf. Nach dem Fruehstueck trainierte Nate fuer sein Crosscountryteam, und da mir die Strecke zu lang war, blieb ich zuhause und nutzte die Zeit um Emails zu beantworten. Fuer diejenigen die nicht wissen was Crosscountry ist: Stellt es euch einfach wie sehr schnelles joggen vor, es kann aber wie der Name schon sagt auch ueber Felder, durch Waelder usw gehen. Die Strecke war aber trotzdem so lang, dass es als er wieder da, war bald wieder Zeit war zum Mittagessen.
Danach fing es an immer staerker zu winden und es wurde mit der Zeit sogar gefaehrlich aus dem Haus zu gehen. Deswegen blieben wir den restlichen Tag im Haus, spielten Videospiele, machten Hausaufgaben und schauten Nachrichten.
Am Abend gab es dann ein schnelles, aber trotzdem leckeres, Abendessen: Chickenfingers mit Pommes.
Danach fingen wir an zu viert Monopoly zu spielen, was der Gastvater bald langweilig fand, aber wir konnten nicht lange spielen da der Strom ausfiel und wir kein Licht mehr hatten. Da wir nicht wussten was wir ohne Strom machen sollten und es schon spaet war gingen wir daraufhin schlafen, im Wohnzimmer, damit, falls ein Baum auf das Dach faellt, wir nicht erschlagen werden. Gruss Robin

Tagesbericht 1. November 2012

Nach drei Tagen des nur ins Feuer Starrens, weil uns kalt war und wir kein Strom hatten, dachten wir uns wir müssen jetzt was machen! Also haben wir uns ins Auto gesetzt (Heizung angemacht) und sind losgefahren um einen Pie zukaufen da, wir den einem Freund versprochen hatten. Zum Glück darf Allison ( meine Austauschpartnerin) schon Auto fahren. Nach einem ewigen Umweg, weil so viel Straßen durch umgestürzte Bäume gesperrt sind, sind wir endlich beim Supermarkt angekommen. Er hatte weder normalen Pie und, klar ohne Strom, auch keinen Frozen Pie. Also sind wir über den Highway zu einer kleinen Backery gefahren und die hatten zum glück noch Pumpkin Pie. Wir haben noch was vom Wallmart gebraucht und haben da sogar noch Frozn Pie entdeckt den wir dann auch noch sofort gekauft haben 😉 Also so sind wir schlussendlich nach einer halben Ewigkeit, mit 2 Pies, bei besagtem Freund angekommen und haben da dann unseren Tag verbracht. Er hat 4 Generatoren und dadurch Strom, warmes Wasser und alles andere. Als wir dann Nachts nach Hause kamen hatten wir endlich auch wieder Strom und ich muss sagen ich hab ihn wirklich vermisst 🙂 Rosa

Tagesbericht 2.11.12

Heute ist der vierte Tag nach Hurricane „Sandy“, doch die folge, dass auch unser Haus kein Strom und somit auch kein Wasser hat, bleibt. Aus diesem Grund bleibt auch die Schule am Freitag noch geschlossen. Wann wir wieder Strom haben wissen wir leider nicht, solange ist es bei uns dunkel und auch nicht gerade warm, bei einer Außentemperatur vom durchschnittlich 10°C. Wenigstens haben wir einen Kaminofen, mit dem zumindest im Wohnzimmer eine angenehmere Temperatur herrscht. Aber den Generator, obwohl er in der Garage steht, können wir nicht nutzen, weil man diesen erst durch einen Elektriker anschließen lassen muss, und wie sollte es auch anders sein, sind die komplett ausgebucht. Ansonsten sind durch den Sturm bei uns ein paar Bäume umgeknickt, wie wir heute bei einem kleinen Spritztour durch die Nachbarschaft gesehen haben. Das Problem dabei ist, dass die Bäume Strommasten umgerissen haben und das wahrscheinlich länger dauert, bis die alle wieder aufgebaut sind. Das Haus wurde während dem Sturm aber nicht beschädigt und so bleiben wir auch an diesem Tag gelassen und machen es uns einfach gemütlich mit ein paar Spielen und am Abend noch einem Film auf dem Laptop, der zum Glück noch aufgeladen war. Heute haben wir allerdings überlegt, ob es nicht sinnvoll wäre über das Wochenende zum Ferienhaus nach Pennsylvenia zu fahren, dort gäbe es immerhin Strom und Wasser! Hier, auf dem Land, bekommt man halt ohne Strom nichts mit, was sonst noch auf der Welt vor sich geht, wie etwa dem Wahlkampf, so kurz vor der Präsidentenwahl. Viel mehr gibt es zu diesem stromfreien Tag auch gar nicht zu sagen. Simon

Tagesbericht 3.11.12

Wir, das heisst meine Gastmutter, mein Gastvater und meine Gastschwester, haben uns um 7:30 Uhr morgens auf den Weg nach Washington D.C. gemacht: Vier Stunden mit dem Auto!
Als wir dann endlich ankamen, haben wir schnell unser Gepaeck aufs Zimmer gebracht und sind dann erstmal in McDonalds gegangen. Danach gings dann ins Air and Space Museum, welches meine Gastmutter und ich aber nicht so spannend fanden. Deshalb haben wir uns aufgeteilt: Meine Gastschwester und ihr Vater sind im Air and Space Museum geblieben und meine Gastmutter und ich sind in die National Gallery of Art gegangen.
Nach zwei Stunden haben wir dann die andern beiden im Museum of American History wieder getroffen. Dort haben wir das Kleid von Michelle Obama gesehen und Kleider von anderen beruehmten Frauen in der us-amerikanischen Politik/Geschichte.
Dann war es auch schon Abendessenszeit und wir sind in ein Restaurant mit dem Namen Old Ebitt gegangen. Das Essen dort war superlecker! Emilia

Election Day 06.11.12

Nachdem bei den meisten Amerikanern die Wahl 2012 noch nicht angekommen war, dämmerten dem Großteil spätestens nach der ersten Unterrichtsstunde, dass heute der 45. Präsident der Vereinigten Staaten gewählt werden würde. Bis zu der Wahl am Abend sollte sich dadrum aber noch keiner kümmern…
Der Schulalltag hat sich dabei nicht von dem der vorigen Tage unterschieden; der Gedanke, dass es bald vorbei sein würde machte sich aber schon jetzt als klitzekleiner Kloß im Hals bemerkbar. Da dachte man sogar daran, die super unmotivierte Biologielehrerin zu vermissen! (Und das soll was heißen ;-)) Nachdem man noch letzte Kontakte geknüpft hatte, ließ man vor allem die bekannten Amerikaner kaum aus den Armen und hatte sie sogar schon so lieb gewonnen, dass man sich vor ihnen bei Deutschpräsentationen blamieren konnte – und unsere Präsentation über „Fasnacht in Deutschland“ hatte wirklich Comedycharakter… 🙂
Nach dem täglichen Fußballtrainig meiner Austauschpartner ging es mit dem eigenen Auto, ich hatte mir schon seit zwei Wochen den Vordersitz gesichert, nach Hause essen und dann, nach ziemlichen Organisationschaos, zur Bowlingbahn den Geburtstag eines Austauschpartners feiern. Da mein Bowlingtalent und die Begeisterung darüber sich meistens allgemein in Grenzen hält war die Motivation nach 2 Würfen wieder am verschwinden, Spaß gemacht hat es aber trotzdem.
Im Auto war dann eine politische Diskussion zur Wahl entfacht, nachdem es um 06.22 pm Ortszeit zugunsten Obamas stand, wobei meine Familie für Obama war – nochmal Glück gehabt – also ich…
Nach einem weiteren Essen, die 5 Kilo plus-Grenze seit dem Austausch waren gefühlsmäßig zum 10x überschritten, wurde der Fernseher angeschaltet, aber nicht wie sonst bis zum geliebten, lächerlichen Halloweenkanal gezappt (da machen nicht mal mir die Zombies Angst) sondern zu den CNN-Nachrichten, um zu gucken ob der Favorit Obama seiner Rolle gerecht werden sollte. Nachdem das politische Interesse den Austausch über nicht groß zum Vorschein gekommen war hat es mich dann doch überrascht, dass meine Austauschpartnerin unbedingt bis zum Ergebnis und zur Presidential Speech wach bleiben wollte.
Um 23.18 pm Ortszeit stand ganz unerwartet dann „Barack Obama re-elected president“ auf dem Bildschirm. Das kam allerdings so plötzlich, dass man gar nicht fassen konnte, dass wirklich der Präsident für die nächsten 4 Jahre gewählt wurde. Trotzdem war es toll mitzuerleben und die letzte halbe Stunde vor der Bekanntgabe wirklich spannend, da es zeitweise ja wirklich knapp war. Ein Glück hat er es letztendlich geschafft! Von der ganzen Aufregung waren wir dann aber schon so erschöpft, dass wir uns nicht mal mehr bis zu Rede wach halten konnten – man kriegt eben nicht alle Tage die Wahlen in den USA mit 😉 Birte

Tagesbericht vom 7.11.12

Schon am Morgen wussten wir alle: Diesen Tag müssen wir noch ausnutzen! Es ist unser letzter hier in den USA! Also haben wir auch ausnahmsweise mal die Schule genossen. Alle noch ein einziges Mal wieder sehen. Da man jede Stunde in einer anderen Klasse verbringt, hat man ziemlich viele neue Leute kennen gelernt. Nach der Mittagspause haben wir dann noch eine Stunde deutsch zusammen gehabt. Nach der Schule sind wir alle noch dort geblieben, um voneinander Abschied zu nehmen. Da Tamara und Kim während des Austausches Geburtstag hatten, gab es eine riesige amerikanische Geburtstagstorte die mit Lebensmittelfarbe total schön geschmückt war. Nun hatten auch alle anderen Schule aus und wir hatten das Gebäude für uns allein. Also haben wir Verstecken in der kompletten Schule gespielt. Es war Chaos pur. Danach haben sich alle noch über die XXL- Packung Popcorn und die anderen Süßigkeiten hergemacht und schon war der Tag in der Schule vorbei. Zuhause mussten wir leider fest stellen, dass wir auch an diesem Tag die Stromleitungen für unser Haus noch nicht repariert waren, obwohl ein Haus neben uns schon wieder Strom hatte.
Also haben wir es uns noch einmal zusammen an dem Kamin bequem gemacht und noch einen Film angeschaut. Zum Schluss noch den Rest fertig für die Abreise gepackt und die letzte Nacht in der Gastfamilie verbracht. Es war ein schöner Austausch. Laura

Frankreich-Austausch 2012

Unsere Kolleginnen Frau Cirica und Frau Köhler organisierten einen Frankreich-Austausch mit Annecy. Nun waren die französischen Partner an der Staudinger-Gesamtschule.

Frankreich-Austausch 2012
Was war das Schönste beim Austausch?

Alice (14) aus Annecy Wenn wir ins Schwimmbad sind. Weil: Das war sehr lustig.

Der größte Unterschied zwischen einer Schule in Frankreich und dieser Schule?

Alice Die Schule ist hier mehr frei als in Frankreich. Es gibt mehr Freiheit hier.

Was ist besser?

Alice In Frankreich sind die Schüler weniger Freiheit gewohnt und wenn es sie mal gibt, können sie nicht so verantwortlich damit umgehen.

Welche Unterrichtszeiten haben Sie in Annecy?

Frau Gourdin-Trapp (Lehrerin aus Annecy) Wir haben von 8 bis 16.30 Uhr Unterricht, Mittwochs bis 12 Uhr. Die Mittagspause dauert immer von 12 bis 2 Uhr. Später in dem, was hier der Oberstufe entspricht, haben sie auch manchmal samstags Unterricht.

Was kann das Deutsche Schulsystem von dem Französischen lernen?

Frau Gourdin-Trapp Hm. Also, ich denke mir, vielleicht haben wir ein bisschen viel Leistungsdruck, aber ich denke, ein bisschen mehr Leistungsdruck könnte hier nicht schaden. Bei uns geht einiges schneller, weil man nicht so viel diskutiert mit den Schülern. Das finde ich manchmal gar nicht so schlecht.

Wie werden Diskussionen in Frankreich abgebrochen?

Frau Gourdin-Trapp Nein, das wird nicht abgebrochen. Das ist auch nicht willkürlich. Es ist auch nicht so, dass wir keine Diskussionen führen mit unseren Schülern. Aber unsere Schüler haben das so empfunden: Also hier ist die große Freiheit und sie dürfen über alles diskutieren und über alles mitbestimmen.

Was würden Sie von hier nach Frankreich an Ihre Schule mitnehmen wollen?

Frau Gourdin-Trapp Wir haben behinderte und lernschwache auch an unserer Schule. Und wir überlegen dauernd: Was können wir gerade für diese Schüler Gutes tun, vor allem auch außerhalb des Unterrichts. Und da haben wir hier an der Staudinger-Gesamtschule ja jede Menge Beispiele.

Frankreich-Austausch 2012
Was war das lustigste Erlebnis mit den Franzosen?

Lina (14, Schülerin Staudinger-Gesamtschule) Die Tanzparty, wir haben mit den Franzosen Standard getanzt und das war voll lustig. Überhaupt: Die ganze Woche war voll schön.

Was war für deine Austauschpartnerin komplett ungewohnt?

Elli (14) Ich würd’ mal sagen: Deutsch zu sprechen! Und: Beim Frühstück hatten die meistens keine Teller, wir aber schon. Und in den 20-Minuten essen die eigentlich nichts, wir essen immer was. Genau genommen essen die Franzosen nur morgens, mittags und abends etwas.

Staudischüler in Annecy

ci, 3. November 2011

Vom 30.09. bis 07.10. fuhren 27 Schülerinnen und Schüler aus mehreren neunten und achten Gymnasial- und Realschulklassen, begleitet von Frau Cirica und Herrn Martzog, für eine Woche nach Annecy zum Frankreichaustausch.

Nach ca. fünf Stunden Fahrt wurden wir von der Schulleitung, einigen Lehrerkollegen des Collège Evire und den Austauschfamilien empfangen.

Das erste Wochenende verbrachten alle in ihrer Familie, wo die deutschen Schüler sich nun mit ihren erlernten Französischkenntnissen und anderweitigen Hilfsmitteln zurechtfinden mussten. Da sich am Montag, pünktlich um 8 Uhr, wieder alle wohlbehalten im Collège einfanden, schien die Kommunikation irgendwie geklappt zu haben.

Nach dem offiziellen und typisch französischen Empfang durch die Schulleitung (mit Croissants, Pains au chocolat, …) ging es für den restlichen Vormittag in den Unterricht, wo unsere Schüler den französischen Schulalltag kennen lernten. Nachmittags stand dann die Erkundung von Annecy in Form einer Stadtrallye mit deutsch-französischen Gruppen und Aufgabenstellungen auf dem Programm.

Annecy Blick vom Semnoz
Um den Staudischülern einen Einblick in die wunderschöne Bergwelt rund um Annecy und die umliegende Alpenlandschaft zu geben, bestiegen wir gemeinsam mit den französischen Austauschschülern und –lehrern den Semnoz. Die idealen Wetterverhältnisse (Sonnenschein und strahlend blauer Himmel) ermöglichten uns einen wunderschönen Blick auf den Mont Blanc und die ihn umgebenden Alpengipfel. Der Wanderung schloss sich eine für den Nachmittag vorgesehene Bootstour auf dem See von Annecy an.

Annecy Besichtigung
Nach einem weiteren Tag in der französischen Schule besichtigten wir am Donnerstag zunächst die Universitätsstadt Chambéry und fuhren anschlieβend zur „Abbaye d’Hautecombe“, einem Kloster, dessen Besichtigung das von Kultur geprägte Programm dieses Tages abschloss.

Annecy Pause
Bevor der Abschied aus Annecy immer näher rückte, belagerten am Freitagmorgen bunt gemischte Mannschaften bestehend aus Staudischülern und französischen „Evire-Schüler“ die Sportanlagen des Collège, um an einem Fuβball- und Basketballturnier teilzunehmen. Sieger, Verlierer, gab es keine … alles nur „just for fun“ (oh pardon: juste pour le plaisir).

Nach einem letzten Mittagessen in der Schulkantine und einem tränenreichen Abschied verlieβen wir Annecy gen Heimat.

Annecy Spiele
Die vielen gemeinsamen Momente mit den Franzosen, in den Familien, bei den Ausflügen, Picknicks und Sportveranstaltungen sind den Schülern und uns Lehrern sehr positiv in Erinnerung geblieben und haben zu freundschaftlichen Beziehungen geführt.

Nun freuen wir uns schon auf den Gegenbesuch unserer französischen Austauschpartner im kommenden Jahr.