Aktuell

Die neuen Fünftklässler backen Pizza am Werki

Zum Abschluss ihrer ersten Schulwoche haben die jüngsten Staudis, die diesen Dienstag eingeschult wurden, alle gemeinsam Pizza gebacken und damit als erste Klassen den neuen Pizzaofen eingeweiht.

Was für andere nach einer undurchführbaren Aktion klingt – Pizzabacken mit über 150 Kindern – wird von Gerhard Löffler, Klassenlehrer der 5a und Initiator des neuen Pizzaofens am Werki, souverän gemanagt. Blech um Blech schiebt er geduldig die Pizzen in den Ofen, während an den sechs Klassentischen fleißig nachproduziert wird. Gemeinschaftlich kneten die Fünftklässler Teig, verteilen die Tomatensauce, streuen Käse und verkosten begeistert ihre Pizzen. Ein gelungener Abschluss der ersten Schulwoche im Jahrgangshaus 21!

Der neue Pizzaofen wurde vom Förderkreis finanziert und seit Ostern mit viel Engagement von Eltern, dem Werki-Team und einzelnen Lehrkräften gebaut. Herzlichen Dank an alle Beteiligten, die das Projekt ermöglicht haben und damit einen weiteren tollen Ort an unserer Schule geschaffen haben, an dem man gesellig zusammenkommen kann.

Ja oder Nein zu Dietenbach?

Braucht Freiburg einen neuen Stadtteil für 15 000 Menschen? Mit dieser Frage setzte sich die Klasse 10g am 19. Februar im Rahmen des Gemeinschaftskundeunterrichts von Frau Kratzeisen auseinander.

Unter Leitung von Sabeth Vater und Friedrich Trautmann von der Landeszentrale für Politische Bildung wurde zunächst die Faktenlage geklärt:

Wo liegt Dietenbach überhaupt? (zwischen dem Stadtteil Rieselfeld, der Besançonallee, dem Zubringer Mitte und der Zufahrtsstraße zum Mundenhof)

Was soll dort entstehen? (ein lebenswerter Stadtteil mit rund 6.500 Wohnungen, 50 % davon geförderte Mietwohnungen)

Warum sind manche dafür? (extreme Wohnungsknappheit in Freiburg, kaum bezahlbarer Wohnraum)

Warum andere dagegen? (Natur- und Klimaschutz, Verlust landwirtschaftlicher Flächen)

Warum gibt es einen Bürgerentscheid? (weil die Gegner genügend Stimmen sammeln konnten und die 20 % Quote erfüllt wurde)

Mit Hilfe von Infokarten schlüpften die Schülerinnen und Schüler anschließend in unterschiedliche Rollen für die Podiumsdiskussion. Gemeinderatsmitglieder, Umweltschützer, Vertretern der Bürgerinitiative „Rettet Dietenbach“ und Stadtverwalter trafen dort aufeinander und lieferten sich einen leidenschaftlichen Schlagabtausch,  moderiert von zwei Zehntklässlern, die in die Rolle von BZ-Redakteuren schlüpften.

In der Diskussion zeigte sich, dass beide Lager nachvollziehbare Argumente haben. In der 10g waren bei der Probeabstimmung nach der Podiumsdiskussion dennoch zwei Drittel klar für die Bebauung des Dietenbachgeländes. Die simulierte Abstimmung der Jugendlichen an der Staudinger-Gesamtschule spiegelt somit den Ausgang des „echten“ Bürgerentscheids am 24. Februar. Fünf Tage nach dem Gemeinschaftskundeunterricht durfte dort die Hälfte der Zehntklässler zum ersten Mal mit abstimmen und das Wahlrecht ab 16 ausüben.

Text: Catherine Pasdar

Foto: Anna Kratzeisen