Workshop mit SWR-Reporter zum Thema Fake-News

SWR-Korrespondenten informieren Schüler

Am Montag, den 11.02. wunderte sich vielleicht der ein oder andre über Kamerateams und Radiomoderatoren, die durch unsere Schule liefen. Die 10a und die 10b dufte Frau Tell vom Landesmedienzentrum und Herr Tröndle vom SWR begrüßen, sie führten einen Workshop durch, in dem die SchülerInnen vor Augen geführt bekamen, wie leicht Fake-News entstehen können, wer sie verbreitet und wem sie nutzen können. Im Fernsehen und im Radio berichtete SWR über dieses Projekt.
Herr Tröndle konnte bezüglich „Fake News“ von seinen Erfahrungen als Korrespondent der ARD für den Vatikan folgende Anekdote erzählen: Bei der Wahl des neuen Papstes, Franziskus, war er als Reporter vor Ort – bei schönem Wetter auf dem Petersplatz. Umso erstaunter war er, als er auf dem Twitter-Account „Veri Catholici“ diesen Beitrag las: Am Abend von Wahl Franziskus habe der Vorgänger, Papst Benedikt XVI., bei heftigem Niederschlag und lautem Donnergrollen mit dem Helikopter den Vatikan verlassen. Warum könnte „Veri Catholici“ daran interessiert sein, eine solche Nachricht zu verbreiten, selbst wenn das Wetter nachweislich gut war? Es solle bei den LeserInnen das Gefühl erzeugt werden, der eher konservative Benedikt sei aus dem Amt gedrängt worden und der Himmel würde dem eher progressiven Franziskus nicht zustimmen. Weitere, für uns Freiburger näherliegende Beispiele führte Frau Tell zum Thema Flüchtlinge auf: „Edeka-Markt muss wegen Diebstähle durch Flüchtlinge schließen“ oder „Freiburger Stadtbau kündigt MieterInnen um Geflüchtete in den Wohnungen unterzubringen“ waren Nachrichten, die 2015 in den sozialen Netzwerken geteilt wurden. Auch wenn diese angeblichen Nachrichten schnell als „Fake“ entlarvt wurden, etwa in der „Badischen Zeitung“, kann das Gefühl der Angst vor Flüchtlingen zurückbleiben.
Was kann man als Schülerin oder Schüler gegen eine solche gezielte Vergiftung des gesellschaftlichen Dialogs denn überhaupt machen? Eine mächtige Möglichkeit ist nur wenige Mausklicke entfernt. Bevor man auf sozialen Medien eine Nachricht teilt, sollte man sich vergewissern, dass man kein Gerücht verbreitet. Seiten wie mimikama.at können beim Überprüfen helfen. Im Zusammenhang damit wurde auch die Aufgabe der öffentlich-rechtlichen Medien hervorgehoben, die unabhängig von bestimmten Interessen neutral berichten müssen.
Insgesamt war der Workshop sehr kurzweilig und daher bedanken wir uns bei Frau Tell und Herr Tröndle sehr herzlich, uns dieses wichtige Thema nähergebracht zu haben.

Der Auftakt war heute in der Staudinger Gesamtschule in Freiburg. In einem dreistündigen Workshop zeigte SWR3-Korrespondent Stefan Troendle den Schülern, wie einfach es heute ist, falsche Meldungen im Internet  zu verbreiten. So ist es überhaupt kein Problem, dem ehemaligen Präsidenten der USA Barack Obama gefälschte Beschimpfungen über Donald Trump in den Mund zu legen. Deshalb seien unabhängige Medien wie der SWR so wichtig. Stefan Tröndle wird diese Woche in vier weiteren Schulen zu Gast sein.

Fernseh- Beitrag von SWR Aktuell

Die Workshops fanden im Rahmen des Programms 101 Schulen als Teil der Initiative Kindermedienland Baden-Württemberg statt.