„Music makes me so happy“ – Bluesmusiker James Armstrong zu Gast an der Staudinger-Gesamtschule

Am Vorabend stand der gefeierte Gitarrist und Songwriter James Armstrong  noch in der Wodanhalle auf der Bühne, am Mittwoch, 24. Oktober nimmt er sich Zeit, seine Herzensmusik, den Blues, Schülerinnen und Schülern der Staudinger-Gesamtschule nahe zu bringen. „They call me a blues man“, erklärt der 61-jährige den Jugendlichen, bevor er zur Gitarre greift.

Armstrong beherrscht die ganze Bandbreite des Blues – von melancholischen Melodien bis hin zu fröhlichen Boogies. Ob alleine oder begleitet von Jim Alfredson, einem Virtuosen an der elektronischen Hammond-Orgel, Armstrong zieht sein Publikum mit seiner Bühnenpräsenz schnell in den Bann. Er erzählt vom Ursprung des Blues, wie er zur Zeit der Sklaverei Flucht aus dem Alltag war und später den Rock & Roll maßgeblich beeinflusste.

Als Sohn eines Musikerpaars, der Vater war Jazzgitarrist, die Mutter Bluessängerin, kam der aus LA stammende Armstrong früh selbst zur Musik. Mit sieben begann er Gitarre zu spielen, mit 17 Jahren tourte er bereits mit seiner eigenen Band durch die USA. Seine Begeisterung für Musik möchte er auch an junge Menschen weitergeben und ermuntert die Jugendlichen, ihre eigene Stimme als Instrument zu nutzen: „If you sing in the shower, that’s music! If people don’t like it, don’t care – as long as you like it”, erklärt er mit einem Augenzwinkern.

Ihm selbst hat die Liebe zur Musik letztendlich aus einer tragischen Lebenssituation geholfen, erzählt Armstrong. Seit einem Überfall, bei der Bluesmusiker schwer verletzt wurde, sind die Nerven seines linken Arms so schwer geschädigt, dass er nur noch zwei Finger bewegen kann. Doch statt zu verzweifeln, kämpfte er sich zurück auf die Bühne. „No matter what happens in life, you just have to keep going” erklärt der sympathische Musiker, greift zur Gitarre und spielt den nächsten Blues.

Zum Ende des Konzerts gelingt es Armstrong sogar, die Jugendlichen zum Mitsingen zu animieren und als Höhepunkt dürfen drei Schülerinnen und Schülern abschließend mit dem Profimusiker an Schlagzeug, Gitarre und Bass zwei Bluesnummern improvisieren. Auf der Bühne mit einer Blueslegende – was für ein Ereignis.

Eindrücke einiger Neuntklässler nach dem Konzert:

„Ich fand es toll, dass wir diese Gelegenheit hatten, einen so talentierten Musiker in unserer Schule zu haben. Man hat echt Gänsehaut bekommen, als er gesungen hat.“ (Mary)

„James Armstrong war sehr nett und lustig. Er hat gezeigt, dass er das Blues-Spielen liebt.“ (Emma)

„Es war ein tolles Erlebnis und Mr. Armstrong war sehr inspirierend.“ (Naima)

„Es war interessant mal zu hören wie ein professioneller Blues-Musiker singt. Und dass es sich, auch als Schüler mitgemacht haben, einfach gut angehört hat.“ (Fabian)

„Durch das Musizieren auf dem Blues-Workshop hat man sich durch Musik verbunden gefühlt. Es war ein unfassbares Gefühl.“ (Lukas)

„Ich fand es voll schön, dass er so aufmunternde Worte gesagt hat.“ (Lotte)

„Der ganze Saal hat mitmusiziert. Es ist eine spontane Band entstanden. Es haben alle mitgeklatscht und ein paar Schüler auch ein Instrument gespielt.“ (Mera)

„James sah aus, wie man sich einen Blues-Musiker so vorstellt.“ (Tom)

 

Text und Bild: Catherine Pasdar