Landeskunde einmal anders

bah, 10.Oktober 2008
Wie man Landeskunde auch praktisch im Unterricht erleben kann, haben Schülerinnen und Schüler des Französisch-Kurses des 12. Jahrgangs vergangene Woche ausprobiert. Anstatt sich nur mit Texten über Weinbau und Tourismus zu beschäftigen, haben sie eine Tag lang an der Weinernte (“les vendanges”) beim Weingut A.L. Baur in Voetlinnshoffen teilgenommen. Zusammen mit einem Dutzend Elsässer haben sie “Pinot blanc” und “Pinot noir” geherbstet, der dann in gut einem Jahr als handgerüttelter “Crémant” verkauft werden wird. Zwar kam die Sonne nur ein paar Mal hervor und Freiburg war in der Ferne durch den Nebel der Rheinebene kaum zu erkennen, trotzdem waren die Wetterbedingungen “très favorable” und die Eimer (“seaux”) füllten sich schnell, so dass der Ruf “vides” oder “laare Aimer”, also der Ruf nach “leeren Eimern”, oft schneller kam, als die Träger die Bottiche füllen konnten.

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Beim Vesper (“le casse-croûte”) in den Reben (“dans les vignes”) und Mittagessen gab es viel Möglichkeiten Französisch zu sprechen, Elsässsich zu hören und dass Wissen (“le savoir”) über den Weinbau zu vertiefen: Wieso wird aus roten Trauben weißer Crémant…. Schon seit 1977 haben fast jeden Herbst Staudinger-Oberstufenschüler bei Baurs geherbstet und viel dabei gelernt. Das bisschen Muskelkater und die kleineren Schnittwunden sind schnell vergessen, das Ereignis bleibt aber in guter Erinnerung – auch wenn die beiden Flaschen als Abschiedsgeschenk sicherlich nicht alt werden…..