Fernlernen im 2. Lockdown:
Positive Bilanz an der SGS & Schöne Ferien!

Nur wenige Schüler und Schülerinnen kamen vor Weihnachten in den Genuss von Fernlernen im zweiten Lockdown, denn nur die Abschlussjahrgänge hatten noch Unterricht. Doch die Staudinger-Gesamtschule kann eine positive Bilanz ziehen:

Videokonferenzen, Padlets, Lernvideos, Gruppenarbeit, Chaträume, Tests, Rätsel, kreatives Arbeiten, pünktlich abgegebene Aufgaben: Die Staudinger Gesamtschule ist weit davon entfernt lediglich Arbeitsblätter per Mail zu verschicken. In den letzten Monaten haben sich SchülerInnen und Lehrkräfte fit gemacht, um im Falle eines Falles für die Arbeit mit der Lernplattform Moodle gerüstet zu sein. (Wie logge ich mich ein, was mache ich, wenn ich mein Passwort nicht mehr weiß, wie nehme ich an einer Videokonferenz teil, wie gebe ich Aufgaben ab?) Und es hat sich gelohnt, wie man an den folgenden Rückmeldungen sehen kann:

Anonym (Name ist bekannt), 10f:

Fernlernen hat positive und negative Seiten.

Es hat zum Beispiel gut geklappt, dass alle fast immer pünktlich da waren ( mit einigen Ausnahmen) , eigentlich kam jeder gut zurecht mit dem Fernlernen. Man kann trotzdem miteinander lachen, wie in der Schule . Es haben auch die Abgabetermine geklappt( kann aus  meiner Sicht und von paar anderen reden )

Es hat auch Spaß gemacht, weil es mal was anderes war und nicht immer das Gleiche, was man kennt.

Man konnte auch länger schlafen, weil man eigentlich nur so 15  bis 20 Minuten braucht, um alles  gut vorzubereiten . Und der Unterricht  macht  Spaß ( mit einigen Ausnahmen wenn man z.B. zu viel bekommt und alles schnell schaffen muss  bis zum Abgabetermin.

Was eher schwieriger war ist, dass es zu schnell geht.

Wenn man zum Beispiel Probleme mit einem bestimmten Fach hat ,ist es schwer gut mitzukommen.

Es ist auch auch schwer aufzuholen, wenn mal kurz das Internet nicht geht oder es aus einem  anderen Grund nicht klappt, ist es schon schwer gut mitzukommen.

Mirela, Klasse 10g:

Also ich finde, dass das Homeschooling richtig gut geklappt hat.
Ich dachte es würde mehr Probleme geben mit dem Internet und so, aber das gab es nicht!
Und es hat auch sehr viel Spaß gemacht 🙂

Alexander, 10g:

Gut geklappt: das Lernen, kann mich so viel mehr auf das Wesentlich konzentrieren und kann nicht abgelenkt werden.

Schwierig war,  dass ich keinen persönlichen Kontakt zu meinen Freunden haben konnte.

Matthias Linke, Klassenlehrer der 10e:

Fernlernen klappt gut! Die Schülerinnen und Schüler haben dieses Mal eine bessere Struktur, weil der Unterricht im Stundenraster stattfindet. Besonders schön fand ich die Umgangsformen in den Videokonferenzen: freundliche Begrüßungen und Verabschiedungen waren für die Klassen selbstverständlich.

Dabei gibt es ähnliche Unterschiede bei den Klassen, wie im normalen Präsenzunterricht: Die einen reden mehr im Chat miteinander, andere bevorzugen den direkten Kontakt über das Mikrofon. Technisch hat alles gut geklappt, Probleme konnten schnell gelöst werden. Nur wenige Schülerinnen und Schüler konnten wir nicht erreichen. Meiner Meinung nach haben die Schülerinnen und Schüler die Zeit zum Lernen genutzt. Der ein oder andere vielleicht sogar effektiver als im normalen Unterricht. Manche haben viele Fragen gestellt, Feedback eingeholt, ihre Aufgaben überarbeitet. Das Fernlernen hat tatsächlich Spaß gemacht!

Wie kann eine Fernlernstunde ablaufen? Ein Beispiel aus dem Deutschunterricht der 10d:

Bis auf zwei entschuldigte Schüler betreten alle pünktlich den Klassenraum für Deutsch, Klasse 10: So weit, so normal. Wir befinden uns aber nicht in einem Klassenzimmer der Staudinger-Gesamtschule, sondern im BBB-Videokonfernzraum der Lernplattform Moodle. Dank eines Projektes der Lehrerin Ricarda Fox, die Spenden von Firmen in Form von Laptops an Schüler und Schülerinnen verteilt hat, kann nun – im Gegensatz zum ersten Lockdown –  jeder Schüler und jede Schülerin mit einem funktionierenden Endgerät arbeiten. Die Lehrerin begrüßt die Schüler mit einer Karikatur und stellt mit Hilfe einer Präsentation den Verlauf der Stunde vor.

Die Schülerinnen und Schüler überprüfen nun in einem kurzen Online-Lesetest, ob sie die letzten drei Kapitel der Prüfungslektüre aufmerksam genug gelesen haben. Eine Rückmeldung und das Ergebnis erfolgt automatisch.

Danach treffen sich wieder alle im Konferenzraum, um mit Hilfe einer Mindmap die anstehende Schreibaufgabe zu besprechen. Ein verlinktes Lernvideo vertieft die Inhalte. Nach Klärung einzelner Rückfragen arbeiten die Schülerinnen und Schüler dann für 45 Minuten alleine an ihrer Aufgabe. Die Lehrerin steht im Videoraum oder über die Mitteilungsfunktion für Nachfragen zur Verfügung. Zu einer vereinbarten Zeit treffen sich alle wieder im Konferenzraum, um in Kleingruppen die Texte vorzulesen und zu besprechen. Einige Texte werden anschließend im Plenum vorgelesen. Die Schülerinnen und Schüler laden am Ende der Stunde ihre Arbeiten hoch, damit die Lehrkraft sie bewerten kann.

Beispiele aus dem Fernlernkunstunterricht der 10 h & g zum Thema Stillleben

Gestalte ein Stillleben zum Thema „Weihnachtsausszeit“

Fotos & Text: vdp & Mahmoud (2), Marvin , Michelle, Senta, Roko, Senta,Emma, Elifsu, Andrej, Lukas, Habib, Ahmed, Philipp, Colin

Titelbild auf der Homepage: Emma 10g