Erhalt des Werkis am derzeitigen Standort
Teil I

Erkärung der Staudinger-Gesamtschule & der Schule Günterstal zum Erhalt des Werkis am derzeitigen Standort

Staudinger Gesamtschule:

Vor der Beschlussfassung des Gemeinderates am 28. Juli zur Formulierung des Auslobungstextes hinsichtlich der „Werki-Frage“ hat die Schulleitung in Abstimmung mit der EBR-Vorsitzenden, der Schülersprecherin und dem Werki-Team den Gemeinderat noch einmal eindringlich darauf hingewiesen, dass der Erhalt des Werkspielplatzes und –hauses am derzeitigen Platz für unsere Schule von größter Bedeutung ist. In der Begründung wurde insbesondere darauf hingewiesen, dass eine Verlagerung des „Werkis“ während der sechsjährigen Bauzeit eine wesentliche Änderung unseres Schulkonzeptes zur Folge hätte, weil er während dieser Zeit nicht zur Verfügung stünde. Die Verlagerung in den südwestlichen Quadranten des Grundstücks halten wir in Anbetracht der Nachbarschaft zum Altenheim und zu den anderen Anwohnern für unrealistisch. Die vom GMF erwarteten Folgen einer Standorterhaltung wie z. B. „ggf. mehrjährige Terminverschiebungen und damit verbundenen Kostenerhöhungen im siebenstelligen Bereich“ wurden uns bisher nicht erklärt, und wir können dieses Szenario nicht nachvollziehen.

Wir haben den Gemeinderat gebeten, in der Drucksache G-15/140 die Formulierung „… die Option einer Verlagerung des Werkspielhauses und –platzes vorzusehen, sofern bei Erhalt dieser Einrichtung am bestehenden Ort eine funktional und gestalterisch optimale Lösung nicht erzielbar ist.“ zu ersetzen durch die Formulierung „Die Schule legt größten Wert darauf, dass Werkspielhaus und Werkspielpatz am derzeitigen Standort erhalten bleiben. Architektenentwürfe, die dies realisieren, werden deshalb bevorzugt.“ Dadurch werden die Architekten unserer Ansicht nach motiviert, eine wie gewünscht „funktional und gestalterisch optimale Lösung“ bei gleichzeitiger Standorterhaltung zu finden.

Heinz Epping, 20.7.2015

Schule Günterstal (Schule mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung)

Wir sind als Außenklassen der Schule Günterstal, Schule für Menschen mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung in Freiburg, an der Staudinger Gesamtschule. Das heißt, aktuell gibt es 2 Klassen mit je 5 SchülerInnen der Schule Günterstal, die an der ‚Staudi‘ integrativ beschult werden. Eine Außenklasse ist mittlerweile im 9. Schuljahr – wir sind also schon seit 5 Jahren an der Gesamtschule integriert – die andere ist eine 5. Klasse in ihrem ersten Jahr.

Ein ganz wichtiger Bereich für das Gelingen von Kooperation, Integration und Inklusion war für die 9.KlässlerInnen und ist für die 5.KlässlerInnen der „Werki“. Hier gibt es die Möglichkeit, dass sich SchülerInnen mit und ohne Behinderung im außerunterrichtlichen Bereich begegnen, ungezwungen miteinander ‚werkeln‘, Ideen entwickeln und in Kontakt kommen können. Der Bereich des allgemeinen Unterrichts kann in dieser Hinsicht mit verschiedenen pädagogischen Mitteln gestaltet werden: Gruppenbildung und die Art der Aufgabenstellung arrangieren die kooperative Zusammenarbeit – auch in sehr heterogen angelegten Klassen. Außerhalb des Unterrichts ist es jedoch von Vorteil – ja, sogar von großer Wichtigkeit, wenn ein vorbereitetes aber möglichst offenes Umfeld den Umgang miteinander unterstützt.

Das ist beim „Werki“ unbedingt der Fall. Im Hinblick auf eine inklusive Schullandschaft halten wir den „Werki“ für unverzichtbar. Er hat unseren SchülerInnen einen gangbaren Weg in die Ganztagsbeschulung, in die Gestaltung von Unterrichtspausen und in das Zusammenleben in einer Schulgemeinschaft ermöglicht.

Für die Klasse 9d – Gabriele Rissler
Für die Klasse 5a – Stefanie Schmeer-Herb, Raphael Buob
Für die Schule Günterstal – Frau Dr. Spohd