Der Besuch der alten Dame

Was passiert mit einem Menschen, der Milliarden besitzt? Wird er automatisch zum machthungrigen Despoten „dem die Welt gehört“?

Und wozu sind Menschen bereit für Geld? Ist jeder käuflich, wenn der Betrag hoch genug ist?

Mit diesen Fragen setzte sich die Theater-AG der Staudinger-Gesamtschule auseinander, bevor sie sich an die konkrete Arbeit zum Stück „Der Besuch der alten Dame“ von Friedrich Dürrenmatt machte und sie begleiteten sie durch die Proben.

Die alte Dame, Claire Zachanassian, kehrt als Milliardärin in ihre verarmte Heimatstadt Güllen zurück. Die Güllener setzen große Hoffnung in den hohen Besuch: Claire soll „die Wagnerwerke, Bockmann und die Platz-an-der-Sonne-Hütte“ sanieren, ein neues Spital, eine Polizeistation und ein Glockenturm versprechen sie sich. Ihr ehemaliger Geliebter, Alfred Ill, soll Claire dazu bringen „Millionen locker zu machen“, dafür wird ihm auch das Amt des Bürgermeisters in Aussicht gestellt.

Und die Milliardärin ist bereit zu helfen, will mehr Geld spenden als irgendjemand erwartet hat. Doch Claire knüpft die großzügige Gabe an eine Bedingung, die die Güllerner, wenn sie sie erfüllen, zu Verbrechern macht….

28 Schülerinnen und Schüler der Klassen 8-11 haben sich auf den Weg gemacht die aktuell gebliebene „tragische Komödie“ Dürrenmatts auf die Bühne zu bringen. Die Kulissen, Projektionen und Kostüme wurden in verschiedenen AGs von weiteren Schülern hergestellt, so dass insgesamt über 50 Schülerinnen und Schüler zum Gelingen des Stückes beigetragen haben.


Fotos ©Johannes Meschede und ©Martin Sammel