Compassion

Eine Stunde blind sein, Beschwernisse des Alters nachempfinden – das sind Erfahrungen, die unsere Schüler(innen) der Eingangsklassen im Rahmen des Compassionprojekts am 17. September 2014 gemacht haben.

Aufgeteilt in vier Gruppen waren die insgesamt 74 Schüler(innen) der Eingangsklassen unterwegs in der Innenstadt beim sogenannten „finsterlebnis“ (www.finsterlebnis.de), wo Herr Ramon Kathrein (selbst blind) die Jugendlichen in die Welt des Blindseins „einführte“: Wie fühlt es sich an, blind zu sein? Was sieht man, wenn man gar nichts sieht? Wie verändern sich unsere anderen Sinne? Solchen und anderen Fragen wurde da nachgespürt. Auch ganz konkret konnten die Schüler(innen) Herrn Kathrein nach alltäglichen Dingen des Lebens fragen – eines für sie fremden Lebens ohne Augenlicht.

Auch bei einem Gang durch die Stadt mit verbunden Augen konnten die Jugendlichen erahnen, was Blindsein bedeutet.

Parallel dazu war es für die Schüler(innen) in der Schule an insgesamt drei Stationen möglich, die Perspektive zu wechseln hin zu unterschiedlichen Beschwernissen, die das Alter mit sich bringen kann: Alterssimulation war das Thema. Herr Dr. Sascha Filz (www.perspektivenpioniere.de) war mit entsprechender Ausrüstung zur Alterssimulation angereist. So konnten die Jugendlichen nachlassende Fingerfertigkeit im Alter, Einschränkung der Beweglichkeit und des Sichtfelds sowie die starke Beeinträchtigung z.B. durch eine Halbseitenlähmung infolge eines Schlaganfalls durch das Anlegen von entsprechenden Ausrüstungsgegenständen wie Gewichte an Armen und Beinen, Handschuhe, Brillen usw. regelrecht selbst erspüren.

Gesponsort wurde das „finsterlebnis“ von Förderverein der Staudinger Gesantschule.

Artikel und Fotos: Olga Kimmelmann