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Nicole Lechl

Nicole Lechl

Heimatort Rosenheim
Klasse ehemalige Schülerin, Abitur 08
Sportart Mountain-Bike
Kader D/C
Team Hai-Bike
Verein RSV Götting – Bruckmühl
Erfolge 2008
5.Platz Deutsche Meisterschaft U 23
11.Platz Deutsche Meisterschaft
2007
Juniorenklasse Bayerische Vizemeisterin
5.Platz U23 Bundesliga- rennen
2006
Juniorenklasse Bayerische Meisterin

Jan Asmus

Heimatort Sigmaringen
Klasse Abitur 2012
Sportart Triathlon
Kader D
Verein ALZ Sigmaringen
Erfolge
3maliger Baden-Württembergischer Meister
5maliger Baden-Württembergischer Vizemeister
2007
Deutscher Mannschaftsmeister 5.Platz Deutsche Meisterschaften
3.Platz Deutschland Cup Gesamtwertung Mannschaft

Romina Kuffner

Romina Kuffner

Heimatort Coburg
Klasse ehemalige Schülerin, Abitur 2011
Sportart Fußball
Kader U 20 Südbaden
Verein SC Freiburg
ErfolgeDFB Talent des Monats Mai2007 Torschützenkönig beim DFB Länderpokal2006 Länderspieleinsätze & Länderspieltor Bayrischer Vizemeister
2.Platz Deutsche Meisterschaften in Duisburg
3.Platz Deutsche Meisterschaften in Duisburg

Viviane Koch

Viviane Koch

Heimatort Bad Krozingen
Klasse ehemalige Schülerin, Abitur 2012
Sportart Radsport Straße/Bahn
Kader D/C
Verein RMSV Wittnau
Team Rothaus – Vita Classica
Erfolge
2010
3.Platz Baden-Württembergische Straßenmeisterschaft
1.Platz Baden-Württembergische Bergfahrmeisterschaft
20.Platz Deutsche Meisterschaften
17.Platz Deutsche Meisterschaften Zeitfahren
2009
7.Platz Deutsche Meisterschaft
7.Platz Baden- Württembergische Meisterschaft Straße
3.Platz Baden-Württembergische Meisterschaft Omnium (500m, Punktefahren, 2000m-Einerverfolgung)

Linda Schreier

Heimatort Denzlingen
Klasse J2
Sportart Fußball
Kader SBFV Auswahl
Verein SC Freiburg
Erfolge
2011
2. Platz Regionalliga (Herforder SV)
2010
2. Platz Westdeutsche Meisterschaft (Herforder SV)
3. Platz Deutsche Meisterschaft (Herforder SV)
Westfalenmeister U17 (Herforder SV)

Partnerschule OSP

Christine Koch

Christine Koch

Heimatort Freiburg
Klasse ehemalige Schülerin, Abitur 2010
Sportart Tischtennis
Kader C
Verein DJK Offenburg
Erfolge 2008
2.Platz im Doppel Deutsche Meisterschaft
3-fache BaWü Meisterin (Einzel, Doppel, Mixed)
2007
Deutsche Vizemeisterin im Mixed u. Doppel in der Jugend –
3.Platz in der Deutschen Jugend-Jahresrangliste
2005
Vize-Europameister mit der Mannschaft in der Schülerklasse – Deutsche Meisterin im Mixed in der Schülerklasse – Deutsche Vizemeisterin im Einzel u Doppel in der Schülerklasse –
2.Platz in der Deutschen Schüler-Jahresrangliste

Hanna Klein

Hanna Klein

Heimatort Bieselsberg
Klasse ehemalige Schülerin, Abitur 2008
Sportart Mountain-Bike
Kader C
Team Rothaus-Cube
Verein TV 63 Oberlengenhardt
Erfolge
2008
1.Platz Deutsche Meisterschaft U23
4.Platz Deutsche Meisterschaft
12.Platz U 23 Weltmeisterschaft in Italien
14.Platz U 23 Europameisterschaft
2007
9.Platz U23 Weltmeisterschaft in Schottland
2.Platz U23 Bundesliga Gesamtwertung
2006
11.Platz U23 Europameisterschaft

Johannes Hitzler

Johannes Hitzler

Heimatort Seitingen
Klasse ehemaliger Schüler, Abitur 2010
Sportart Triathlon
Kader D
Verein TV Mengen
Erfolge 2010
1.Platz Deutsche Meiserschaften (Jugend) im Duathlon
2009
3.Platz Deutsche Meisterschaft Wintertriathlon
22.Platz Deutsche Meisterschaft
2008
14.Platz WM Wintertriathlon
3.Platz Staffel Deutscher Meister im Wintertriathlon
2006
13.Platz Deutsche Meisterschaft

Riana Heinemann

riana_heinemann

Heimatort Schliengen
Klasse ehemalige Schülerin, Abitur 2008
Sportart Radsport Straße / Bahn
Kader C
Team Rothaus – Vita Classica
Verein RV Merdingen
Erfolge
2007
JuniorenklasseWM-Teilnahme Aguascalientes/Mexiko

2.Platz Deutsche Straßen- meisterschaften
1.Platz Baden – Württembergische Bergfahrzeitmeister

Anja Maike Hegenauer

Heimatort Ulm
Klasse ehemalige Schülerin, Abitur 2012
Sportart Fußball
Kader erweiterter DFB U 17 Kader, Südbadische Auswahl
Verein SC Freiburg
Erfolge 2011 U19 Europameisterin
2007/08: Württembergischer Meister
2008/09: Württembergischer Meister
Einladung zu DFB Kaderlehrgängen

Benjamin Hauptmann

benjamin_hauptmann_bahn_ev

Heimatort Rheinstetten
Klasse ehemaliger Schüler
Sportart Radsport Straße / Bahn
Kader D
Verein RSV Oberhausen/Baden
Erfolge 2008
2.Platz BaWü Meisterschaft Punktefahren
4.Platz BaWü Meisterschaft EinerverfolgungTeilnahme an int. Rundfahrten
2007
Juniorenklasse
1.Platz Baden-Württembergische Meisterschaft Bahn Mannschaftsverfolgung
7.Platz Baden-Württembergische Meisterschaft Bahn Einerverfolgung
2006
6.Platz Deutsche Meisterschaft Mannschaftsverfolgung
3.Platz Baden-Württembergische Meisterschaft Bahn Mannschaftssprint
5.Platz Baden-Württembergische Meisterschaft Bahn Einerverfolgung
6.Platz Baden-Württembergische Meisterschaft Einzelzeitfahren

Felix Gühr

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Heimatort Steinach
Klasse ehemaliger Schüler
Sportart Tischtennis
Kader Verband Südbaden
Verein TTC Steinach
Erfolge 2009
Ba-Wü Rangliste U15: Platz 2
3.Platz Ba-Wü Meisterschaft U15
1.Platz Ba-Wü Meisterschaft U15 Mixed
2008
BaWü Rangliste U13: Platz 2
mehrfacher Bezirksmeister

Aljoscha Gühr

Aljoscha Gühr

Heimatort Steinach
Klasse ehemaliger Schüler
Sportart Tischtennis
Kader Verband Südbaden
Verein TTC Steinach
Erfolge 2009
1.Platz Baden-Württembergische Meisterschaft im Doppel
4.Platz Baden-Württembergische Meisterschaften
4.Platz BAWÜ Top 16 und 10.Platz Süddeutsche Rangliste
2008: BaWü Rangliste U13: Platz 2 und mehrfacher Bezirksmeister

Urs Geßler

Urs Gessler

Heimatort Sipplingen
Klasse ehemaliger Schüler, Abitur 2011
Sportart Ringen
Kader D
Verein KSV Linzgau Taisersdorf
Erfolge 2011 Deutscher Juniorenmeister
2009 Deutscher Meister (Platz 3)
2007 Deutscher Meister (Platz 3)
2006 Deutscher Meister (Platz 3)
mehrfacher Südbadischer Meister

Veronika Fus

veronika_fus2

Heimatort Freiburg
Klasse ehemalige Schülerin, Abitur 2009
Sportart Ski-Alpin
Kader D
Verein Skiclub Freiburg
Erfolge 2008
2-fache BaWü Meisterin
2007
BaWü Meisterin im Slalom
2005
Baden-Württembergische Meisterin im Slalom
2.Platz im Slalom beim Deutschen Schülercup
2 x 2.Platz im Super-G beim Deutschen Schülercup
3.Platz Gesamtwertung beim Deutschen Schülercup

Valentin Fiderer

valentin_fiderer

Heimatort Ravensburg
Klasse ehemaliger Schüler, Abitur 2009
Sportart Mountain-Bike
Kader C
Team Vaude-Dämpfle
Verein Schneelaufverein Ravensburg
Erfolge 2008
6.Platz Deutsche Juniorenmeisterschaft
Teilnahme Juniorenweltmeisterschaft in Italien
2007
Juniorenklasse
17.Platz beim Weltcup in Belgien
2 mal 8.Platz bei Bundesligarennen
2006
5.Platz Deutsche Meisterschaft
3.Platz Gesamtwertung Bundesliga

Felix Euteneuer

felix_euteneuer

Heimatort Betzdorf
Klasse ehemaliger Schüler, Abitur 2008
Sportart Mountain-Bike
Kader C
Team Rothaus-Cube
Verein Ski&Freizeit Betzdorf
Erfolge 2008
2.Platz Deutsche Meisterschaft U 23
24.Platz U 23 Europameisterschaft (2. bester in seinem Jahrgang)
Teilnahme U23 Weltmeisterschaft in Italien
2007
Juniorenklasse
2.Platz Junioren WM in Schottland
2006
Juniorenklasse
2.Platz Bundesliga Gesamtwertung Rheinland Pfalzmeister Südwestdeutschermeister

Simon Dörflinger

simon_doerflinger

Heimatort Schopfheim-Eichen
Klasse ehemaliger Schüler, Abitur 2009
Sportart Leichtathletik 2000m Hindernis
Kader D/C
Verein TV Wehr
Erfolge 2008
2.Platz BaWü Meisterschaft
2.Platz mit Nationalmannschaft beim int. Cross Challenge Wettkampf
4.Platz Süddt. Junioren Meisterschaft 3000m Hindernis
2007
Juniorenklasse
3.Platz bei den Deutschen Meisterschaften B-Jugend
2.Platz bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften
2.Platz bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften im Crosslauf

Alexander Bordan

Alexander Bordan

Heimatort Gelsenkirchen
Klasse ehemaliger Schüler, Abitur 2010
Sportart Eishockey
Verein EHC Freiburg
Erfolge 2009
1.Platz EHC Amateure Ba-Wü Liga
3.Platz EHC Junioren Bundesliga Süd
2008
spielt beim EHC in der Junioren Bundesligamannschaft
Aufenthalt in Kanada: erzielte mit seinem kanadischen Team 3 Finalteilnahmen, wovon ein Turnier in Vancouver gewonnen wurde

Marius Buhl

Heimatort Hofsgrund
Klasse ehemaliger Schüler, Abitur 2011
Sportart Ski-Alpin
Kader D
Verein SV Schauinsland
Erfolge
2008 2-facher Baden-Württembergischer Meister
2006
10.Platz in der Deutschen Schülerrangliste Schwarzwaldmeister

Julia Röhm

Heimatort Süßen
Klasse ehemalige Schülerin
Sportart Triathlon
Kader D/C
Verein AST Süßen
Erfolge2010
1.Platz Deutsche Meisterschaft
1.Platz Deutschland Cup
1.Platz Gesamtwertung Deutschland Cup
2009
3.Platz Deutschland Cup
5.Platz Gesamtwertung Deutschland Cup
1.Platz Baden-Württembergische Meisterschaft

„Es gibt keine guten oder schlechten Nationen, es gibt nur gute oder schlechte Menschen.“ Jacek Ziellniewicz im Zeitzeugengespräch

Die Gesamtschule ist zurück

Wie viele Stunden Individuelles Lernen gibt es in den neuen fünften Klassen der Staudinger-Gesamtschule? Was bedeutet Individuelles Lernen? Wie arbeiten Schüler in kooperativen Lernformen? Was ist eine Drei-Stern-Aufgabe? Und was ist ein Jahrgangshaus? Simone Höhl, Redakteurin der Badischen Zeitung, arbeitete sich heute in die Besonderheiten unserer neuen fünften Klassen ein. BZ-Fotograf Thomas Kunz nahm sich viel Zeit für Fotos, auf denen die Schülerinnen und Schüler selbstständig arbeiteten, nachdem das anfängliche Interesse für ihn rasch verflogen war. Im Projektunterricht ging es um die Frage, wie man mit einem Wasserbecken, Styropor, einer Nähnadel und einem Magneten einen Kompass bauen kann. Nebenbei befragte Frau Höhl einzelne zum Ablauf und zu ihren Aufgaben. Das Ergebnis ihrer Recherche wird in den nächsten Tagen in der Badischen Zeitung zu lesen sein.

Finale beim Staudi-Cup

5g gewinnt nach Elfmeterschießen


Vor den Weihnachtsferien fanden der 3. und der 4. Spieltag mit den Endspielen statt. In einem nervenzerreißenden Fußballkrimi spielten die 5d und 5g um den ersten Platz. Nach der regulären Spielzeit stand es unentschieden, sodass sich das Spiel im Elfmeterschießen entscheiden musste (spannender kann ein Finale nicht sein). Am Ende gewann die 5g das Spiel mit 2 : 1 und wurde diesjähriger Staudi–Cup Gewinner. Die Sport AG gratuliert den Fünftklässlern und hofft, dass auch alle anderen Klassen viel Spaß beim Turnier hatten. Bis zum nächsten Jahr….
EndspielEndergebnis
Klasse 5d- Klasse 5g1 : 2 n. E.1.5g
Spiel um Platz 3 und 42.5d
Klasse 5f- Klasse 5e0 : 33.5e
Spiel um Platz 5 und 64.5f
Klasse 5a- Klasse 5c22 : 35.5c (2)
Spiel um Platz 7 und 86.5a
Klasse 5c1- Klasse 5b1 : 67.5b

Eure J2 Sport-AG, M. Fischer, R. Strohmeier

Zeitzeugengespräche

Am Mittwoch, 13. November 2013 fanden an unserer Schule Zeitzeugengespräche mit Überlebenden des Holocaust statt. Jacek Ziellniewicz und Ignacy Arthur Krasnokucki berichteten unseren Oberstufenschülerinnen und -schülern von ihrem Leben und der Zeit im Konzentrationslager. Danke an das Maximilian-Kolbe-Werk e.V. für die Vermittlung dieser eindrücklichen Begegnungen.

„Es gibt keine guten oder schlechten Nationen, es gibt nur gute oder schlechte Menschen.“

Jacek Ziellniewicz ist ein alter Mann. Jahrgang 26. Als er von der SS verhaftet und in das Konzentrationslager Auschwitz Birkenau deportiert wurde, war er so alt wie wir jetzt, 17 Jahre.

Trotz allem, was ihm widerfahren ist, wirkt er jetzt, wie er vor uns steht, keinesfalls verbittert. Ganz im Gegenteil. Das erste, was er uns sagt, ist: „Es gibt keine guten oder schlechten Nationen, es gibt nur gute oder schlechte Menschen.“ Diese Botschaft wiederholt er gleich noch einmal, es ist ihm sehr wichtig, dass wir das verstehen. Für einen Polen, dem die Deutschen sechs Jahre seines Leben zur Hölle gemacht haben, sind das wahrlich große Worte.
Im August 1943 wurde er nach Auschwitz Birkenau deportiert.

Der KZ- Aufseher hielt für alle Neuankömmlinge eine Rede, in der er deutlich machte: „Für euch gibt es nur einen Weg in die Freiheit. Durch den Krematoriumskamin.“
Sie mussten alles abgeben, was sie hatten und ihnen wurden die Haare geschoren. Zurück bekamen sie dreckige und verlauste Unterwäsche und eine weiße Häftlingskleidung. Ihnen wurde eine Häftlingsnummer auf die Hand tätowiert und sie liefen von nun an barfuß herum, auch im Winter.

StacheldrahtVon vier Uhr morgens bis acht oder neun am Abend wurde gearbeitet. Jeder Häftling bekam einen halben Liter sogenannten Kaffee oder Tee zum Frühstück. Sie mussten sich beeilen mit dem Trinken, denn es gab nicht genügend Schalen für jeden. Mittags gab es Suppe. „Nicht das, was Mutter zuhause macht“, versichert Ziellniewicz, „es war eine stinkende Brühe“.Wer sie zu Beginn nicht herunter bekam, der aß sie spätestens am nächsten Tag, denn der Hunger war unvorstellbar. Abends gab es ein Viertel Brot.

Die Baracken, in denen sie schliefen, waren ehemalige Pferdeställe. 60 Pferde pro Baracke. Auf jede Pferdebox kam ein dreistöckiges Bett und zehn Häftlinge.

Es kamen täglich neue Züge an. Die Neuen mussten sich in einer langen Reihe aufstellen und der KZ- Arzt entschied mit dem Daumen nach oben oder unten, ob der gemusterte Mensch kräftig genug war für das Arbeitslager, oder ob er gleich getötet wurde. Die meisten Menschen wurden direkt in die Gaskammern geschickt. Die waren wie Duschen, nur ohne Wasser. Diese Kammern fassten 10 000 Menschen auf einmal und all diese Menschen waren nach 15 Minuten tot.

Doch für die KZ- Insassen war der Anblick der Menschen, die Richtung „Duschen“ gebracht wurden, leider normal. Die Kinder zu den Gaskammern laufen zu sehen, war das schlimmste, meint Jacek Ziellniewicz. „Alle Kinder sind unsere Kinder. Kinder soll man lieben, nicht töten“.

Man erzählte auch niemandem etwas von sich, man wollte auch nichts von den anderen hören. Im Krieg ist es besser, nichts zu wissen, denn so ist man am sichersten. Es ging ums blanke Überleben, Tag für Tag. „Wir waren keine Menschen, wir waren Häftlinge. Alle.“

Jeder Häftling durfte zwei Briefe im Monat schreiben und zwei bekommen. Die Briefe mussten auf Deutsch geschrieben werden und es durfte kein Wort über die Umstände im Lager fallen. „Ich bin gesund und fühle mich wohl.“ Dieser Satz musste in jedem Brief vorhanden sein.

Einige Häftlinge, so wie Jacek Ziellniewicz, hatten das Glück, Pakete von ihren Familien zu bekommen. In ihnen durfte Essen mitgeschickt werden, sowie Tabak oder Zigaretten. Wer nicht selber rauchte, hatte so die Möglichkeit, den Barackenaufsehern etwas zuzustecken, um nicht so hart behandelt zu werden.

Im August 44 wurde er in ein anderes Lager nach Süddeutschland gebracht. Ihre Unterkunft bestand aus einer Wiese mit ein paar Zelten darauf und es gab keine Möglichkeiten, sich zu waschen. Dort mussten sie das Konzentrationslager selber bauen und die Lebensumstände waren noch katastrophaler als in Auschwitz. Jacek Ziellniewicz kannte zum Glück den Arzt, einen ehemaligen Nachbarn aus Polen, und er half ihm, indem er ihm ab und zu etwas zusteckte. Dieser Arzt wurde bald versetzt und Ziellniewicz wäre vermutlich auch bald an Unterernährung und der harten Arbeit gestorben, doch zum Glück war auch der neue KZ- Arzt ihm wohl gesonnen. Er bot ihm an, ihn zu verstecken und machte ihm deutlich, dass das der einzige Weg für ihn war, zu überleben. Er nahm dankend an und der Arzt brachte ihn in der Krankenstation unter. Es gab auch neue Kleider für ihn und das erste mal seit Monaten sah er seinen Körper nackt. „Da waren nur noch Haut, Knochen und Läuse“, berichtet uns der 87 jährige. Er bekam ein Bett und eine Decke und hatte so die Möglichkeit, wieder zu Kräften zu kommen.Als um vier Uhr morgens das Signal zum Aufstehen tönte, durfte er liegen bleiben.

Als ein SS- Mann ihn nach ein paar Wochen fand, hatte er wieder Glück. Er hätte ihn einfach exekutieren können, tat es aber nicht, sondern beförderte ihn nur mit einem Tritt in den Hintern nach draußen. Jacek Ziellniewicz hatte noch einen Freund. Er weiß selber gar nicht, wer das war, aber irgendjemand legte ein gutes Wort für ihn ein und er durfte das Mädchen für alles in der SS- Baracke sein. Das Essen servieren, sie bedienen, und so weiter. Was die Männer nicht aßen, das nahm er und so kam er wieder ganz gut über die Runden. Es gehörte schon eine Menge Geschick und Glück dazu, in dieser konstruierten Vernichtungsmaschinerie zu überleben.

Jacek Ziellniewicz schmerzen die Erinnerungen an jene Zeit. Was er erleben und durchmachen musste, wieder und wieder zu durchleben, in dem er es erzählt, ist nicht leicht. Doch er tut es, um den jungen Menschen davon zu berichten und damit so etwas nicht noch einmal passieren kann.
Er blickt in die Runde und stellt fest, dass wir genau so aussehen, wie die polnischen Jugendlichen, bei denen er ebenfalls Vorträge hält. Nur, dass wir eine andere Sprache sprechen, aber sonst gibt es keine Unterschiede.

„Die Zukunft gehört euch“, sagt er. „ Ihr seid nicht verantwortlich für die Vergangenheit, aber ihr seid verantwortlich für die Zukunft.“ Und eines wünscht sich Jacek Ziellniewicz für die Zukunft: Keinen Hass mehr.
Svenja Lampe

„Die verlorene Utopie“

Die Vereinsgaststätte „Hasenlaube“ in St. Georgen als Location für eine Filmvorführung mutet für unseren Kreis der ehemaligen Staudis eher konspirativ an: Im Hinterzimmer werden vermutlich in der Regel eher Kleintierzuchterfolge besprochen und gefeiert.
Doch am Mittwochabend, dem 6. November 2013, wurden nach dem Aufbau von Beamer, Recorder, Lautsprecher und Leinwand zunächst der Ablauf des Abends gestreng von einem der Filmemacher geregelt: Filmgucken und dabei essen geht gar nicht! Also nahm die etwas mürrische Bedienung zunächst Getränkewünsche und von der Speisekarte zum Teil abweichende Tellergerichte auf und versorgte die hungrige und durstige Versammlung nach und nach mit Speis´ und Trank. Leider bekamen die wirklich Hungrigen ihr Essen erst am Ende der Prozedur. Erfreulich bleibt hier festzuhalten: Es ist an diesem Abend weder jemand verdurstet noch verhungert!

Die engagierte Diskussion nach fast 1,5 Stunden Eintauchen in die politische Vergangenheit lässt sich zweifach erklären: Der Film1 war sehr anregend und das Publikum genügend gestärkt und motiviert, um zu dieser späten Stunde das Erlebte intensiv zu diskutieren.

Bodo Kaiser und Siggi Held hatten sich mit ihrem Film die Aufgabe gestellt, am Beispiel dreier Zeitzeugeninterviews die Auswirkungen des Radikalenerlasses in den 70er- Jahren in der Region Freiburg aufzuarbeiten. Die selbstkritischen Reflexionen der Betroffenen wurden im Film ergänzt durch historisches Material und assoziative Szenerien aus Kultur, Kunst und Tanz2.

Der ministerielle Erlass vom 28. Januar 1972 über die Beschäftigung von Links- und Rechtsradikalen hieß eigentlich in vollem Wortlaut „Grundsätze zur Frage der verfassungsfeindlichen Kräfte im öffentlichen Dienst“. 3,5 Millionen Menschen wurden überprüft; es kam zu Tausenden Berufsverbots- und Disziplinarverfahren; sehr viele Bewerber wurden abgelehnt bzw. Anwärter entlassen.

Die Interviewten im Film gehörten damals unterschiedlichen linken Parteien und Gruppierungen an, die sich inhaltlich entschieden voneinander abgrenzten und gegenseitig politisch bekämpften. Gemeinsam war allerdings die Überzeugung, dass der Weg der Reformen nicht gangbar erschien, weil er nicht aus dem als ungerecht empfundene kapitalistischen System herausführt. Als Vorbilder dienten u.a. Moskau, Peking und die Volksfront in Chile; man verortete sich im internationalen Proletariat und der proletarischen Weltbewegung und war davon überzeugt, dass im Strom der Geschichte das Proletariat letztendlich siegen wird.

Die Gesinnungsüberprüfungen äußerten sich in Vorladungen und Anhörungen der Behörden und endeten häufig mit Berufsverboten3. Auch die Gewerkschaften hatten für einige linke Parteien und Gruppen ihre Unvereinbarkeitsbeschlüsse. Diese Maßnahmen hatten auch eine nicht zu unterschätzende abschreckende Wirkung auf ein kritisches Potential im gesellschaftlichen Umfeld.

Das politische Engagement und die Ereignisse im realen Sozialismus bzw. Kommunismus hatten unterschiedliche Auswirkungen auf die individuellen Biografien: Ratlosigkeit und Zweifel an der eigenen politischen Einstellung, Austritte aus den linken Parteien und Gruppierungen und längere Arbeitslosigkeit waren die bitteren persönlichen Folgen.
Wie gingen die Betroffenen mit ihren Erfahrungen und Erlebnissen um? Gespräche darüber fanden meist nur in der eigenen Familie und im engeren Freundeskreis statt. Eine größere Öffentlichkeit wurde in die Aufarbeitung dieser Zeit nicht einbezogen.

Im Nachgang des Filmabends konnten zweifellos nicht alle Fragen gestellt und beantwortet werden. Ein Großteil der anwesenden 68er war jedoch davon überzeugt, dass der Film von Bodo Kaiser und Siggi Held einen Beitrag dazu leisten wird, sich an persönliche Erfahrungen zu erinnern, eigene Handlungsweisen zu überdenken und auf den Prüfstand zu stellen. Ob damit „alte Wunden geheilt werden können“ bleibt abzuwarten.

Ein herzliches Dankeschön gilt den beiden Filmemachern Bodo Kaiser und Siggi Held sowie den Organisatoren dieser Veranstaltung, Werner Ebel und Rolf Wiehe; der Dank soll alle Beteiligten in ihrer Arbeit bestärken, weiterhin zu planen: Die Filmemacher haben sich dem Thema „Wyhl“ zugewandt; Werner und Rolf haben ebenfalls neue Termine für den Ehemaligen-Treff der Staudis in der Pipeline! Wir freuen uns darauf.

1Verlorene Utopie. Leben mit politischer Ausgrenzung und Berufsverbot in den 70ern in Freiburg – dargestellt am Beispiel dreier Lebenslinien –
2Vgl.Begleittext zum Film
3Vgl. Peter Schneider:…schon bist du ein Verfassungsfeind. Das unerwartete Anschwellen der Personalakte des Lehrers Kleff. Rotbuch Verlag Berlin.1975.

Freiburg im November 2013/ Text und Fotos Bert Färber

Besuch bei den Breisgau-Baskets


Während mancher Schüler vielleicht schon in den Ferien war, besuchten die angehenden Abiturienten der Oberstufen Sport-AG unter der Leitung von Herrn Strohmeier und Herrn Fischer am 1. Ferientag der Herbstferien den Heimspieltag der Breisgau-Baskets, die Freiburger Rollstuhlbasketballmannschaft der Oberliga. Nach den Eindrücken des ersten Spiels, das die Baskets nach furioser Aufholjagd gewannen, erklärten uns die Trainer Katharina Krein und Rainer Gastinger Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Regelwerk zum „Fußgänger-Basketball“. Das anschließende Ausprobieren machte sichtlich Spaß und hinterließ Spuren des Respekts vor diesen Sportlern. (Fi)

Unterwegs mit dem Chemiekurs

Pünktlich wie die Deutsche Bahn erreichte der Chemiekurs der J2 zusammen mit Herrn Fischer den Pharmakonzern Roche in Basel. Dieser ist vor allem für seine Fortschritte auf den Gebieten der Onkologie und Virologie bekannt. Zu Beginn erhielten wir einen Einblick in das Schaffen von Roche und den Werdegang eines Medikaments. Nach der Einführung besichtigten wir zwei Labore, in denen wir mehr über die einzelnen Prozesse bis zum fertigen Medikament erfuhren. Der Besuch bei Roche wurde schließlich mit einem mehrgängigen Mittagessen, das keiner so schnell vergessen wird, abgerundet. Vielen Dank nochmal an Frau Duperrex für die nette Betreuung. Fabio Osorio Wendt (J2)

Recht-Ecke

Stricken für die Rechte der Mädchen war das Ziel von plan deutschland zum Weltmädchentag am 11. Oktober. Mit der Kampagne werden weltweit Mädchen unterstützt, damit sie eine schulische Bildung erfahren können. Die Sektion Freiburg hatte sich etwas Besonderes ausgedacht. „Recht“-Ecke stricken und diese bei der zentralen Veranstaltung im Schwarzwaldcity und am Holzmarkt spenden. Mit den gespendeten Quadraten wurden der Brunnen und die Säulen am Holzmarkt eingepackt, um auf die Probleme der Mädchen aufmerksam zu machen. Später konnten die Quadrate gegen eine Spende gekauft werden.
An dieser Aktion beteiligten sich Schülerinnen und Schüler der MUM-Gruppe 9. Mit gespendeter Wolle strickten sie fleißig Quadrate und lieferten diese bei der Aktionsgruppe im Schwarzwaldcity ab. Die Verantwortlichen freuten sich besonders darüber, dass eine Schulklasse mit teilnahm. Beim gemeinsam Stricken am Stand im Schwarzwaldcity endete die Aktion.

Bundesfinale Mädchenfußball

Die Mädchenfußballmannschaft unter Leitung von Edgar Beck hat als Landessieger von Baden-Württemberg am Bundesfinale Jugend trainiert für Olympia teilgenommen und einen hervorragenden 6.Platz belegt. Die Staudinger-Mädchen waren am Ende des Wettkampfes die bestplatzierte Schulmannschaft, die nicht fast ausschließlich aus Bundesligaspielerinnen bestand. In der Mannschaft spielen zwar auch einige Bundesligaspielerinnen, allerdings auch viele Vereinsspielerinnen, sowie Schülerinnen, die in der Schulfußballmannschaft und der Schulfußball–AG spielen, aber nicht im Verein.
jtfo-fussb-2013
Das erste Spiel gegen das als stark eingeschätzte Landesgymnasium für Sport Leipzig sollte gleich eine Bestandsaufnahme werden. Nach frühem Rückstand konnten wir das Spiel offen gestalten und kurz vor der Halbzeit den Ausgleichstreffer erzielen. Nach der Pause drückte Leipzig unsere Mannschaft weit in die eigene Hälfte zurück. Mit Glück und Geschick konnte ein Gegentreffer vermieden werden. Nach einem hervorragend ausgespielten Schnellangriff kurz vor Schluss, markierte die Staudinger-Gesamtschule sogar den Siegtreffer. Es blieb für Leipzig die einzige Niederlage des Turniers.
Mit großem Enthusiasmus gingen wir ins zweite Spiel gegen die Eliteschule des Fußballs Bad Neuenahr. Nach zwei schnellen Toren der starken Staudinger-Stürmerinnen war Bad Neuenahr geschockt. Dies nutzten wir zu fünf weiteren Toren aus.
Zum dritten Spiel am ersten Turniertag erwarteten wir die Bertold-Brecht-Schule aus Nürnberg. Nach großem Kampf verloren wir leider knapp mit 1:0.
Berliner Bär mit JtfO-ShirtMit diesen Ergebnissen waren wir schon im Viertelfinale. Das bedeutete, wir spielten um die Plätze eins bis acht. Nun galt es gegen den Top-Favoriten, die Sportschule Friedrich Ludwig Jahn aus Potsdam, zu bestehen. Potsdam hatte nur Bundesligaspielerinnen und etliche Nationalspielerinnen dabei. Leider ging unsere Defensivtaktik nicht auf. Schon in der ersten Minute hieß es 0:1. Danach ließ Potsdam nichts mehr anbrennen und gewann verdient mit 6:1 Toren. Aus der Traum für eine Platzierung unter den ersten vier Plätzen.
Mit neuem Elan und Motivation bestritten wir die nächsten Qualifizierungsspiele.
Die Oberschule am Dom Lübeck wurde mit schnellen Angriffen und präzisen Torschüssen in der ersten Hälfte regelrecht auseinander genommen. Mit 7:0 Toren im Rücken wurden die Staudi-Mädels etwas nachlässig, gewannen aber sicher mit 8:4 Toren.
Im letzten Spiel, um Platz 5, konnten wir das Spiel gegen das Gymnasium am Rotenbühl Saarbrücken nach Verletzungen zweier Spielerinnen nicht mehr gewinnen. Trotz redlicher Gegenwehr verloren wir erst in der Schlussphase die Partie mit 1:4 Toren.
Für die große Siegerehrung am Abend hatten sich die Organisatoren eine Überraschung ausgedacht: Zur großen Begeisterung aller Finalteilnehmer kam das Rapperduo „Die Atzen“ auf die Bühne und hat richtig gute Stimmung gemacht. Nach unserem großen sportlichen Erfolg hatten wir auch am Abschlussabend jede Menge Spaß.
Mannschaft:
Globisch Annika, Külz Marie, Pult Isabelle, Fiona Ibo, Ecem Cumert, Thea Meyer, Kim Meyer, Saskia Meier, Julia Glaser, Lisa Karl

Spiele:
Staudinger-Gesamtschule Freiburg : Landesgymnasium für Sport Leipzig = 2:1
Staudinger-Gesamtschule Freiburg : Gymnasium Calvarienberg Bad Neuenahr = 7:0
Staudinger-Gesamtschule Freiburg : Bertolt-Brecht-Schule Nürnberg = 0:1
Staudinger-Gesamtschule Freiburg : Sportschule Friedrich Ludwig Jahn = 1:6
Staudinger-Gesamtschule Freiburg : Oberschule zum Dom Lübeck = 8:4
Staudinger-Gesamtschule Freiburg : Gymnasium am Rotenbühl Saarbrücken = 1:4